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Bingen 880 Inschriften (1602-1968)

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Inv.-Nr.:
Jahr:
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ID bng-848
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bingen, bng-848: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bng-848

Name

Gitche bat Sanwil Landau ⚭ Schlomo Bingen [27.03.1699]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏גיטכה אשת שלמה‏‎ Gitche, Gattin des Schlomo
‎‏בינג‏‎ Bingen.
‎‏פה טמונה הגונ[א{ה}]‏‎ Hier ist geborgen eine Würdige,
‎‏מרת גיטכה בת‏‎ Frau Gitche, Tochter des
‎‏זנוויל לנדא נפט׳‏‎ 5 Sanwil Landau, verschieden
‎‏ונקברת ביום ו׳‏‎ und begraben am Tag 6,
‎‏עש״ק כ״ו אדר‏‎ Rüsttag des heiligen Schabbat, 26. (des) zweiten
‎‏שני תנ״ט לפ״ק‏‎ Adar 459 nach kleiner Zählung.
‎‏תנצב״ה ב״א‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens in Eden, Amen

Kommentar

Datierung Gestorben Freitag, 27.03.1699
Die Inschrift teilt fast ausschließlich Namen und Daten mit. Da Gitches Vater und ihr Gatte noch lebten als sie starb (kein ‎‏ז״ל‏‎), könnte sie jung gestorben sein.
Zl 2: Bingen, geschrieben Bing.
Zl 3: ‎‏הגונא‏‎ statt ‎‏הגונה‏‎ geschrieben, vielleicht unter den Einfluß des Namens ‎‏לנדא‏‎, Landa.
Zl 5: Landau, geschrieben Landa.

Stilmittel

Reim Binnenreim auf -na(h) in Zl 3 und auf -a in Zln 3 und 5.

Beschreibung

Maße 56 x 9 cm
Material Sandstein
Beschreibung eingezogener rundbogiger Abschluß, Schriftfeld und (angedeuteter) Rahmen scharriert. Zl 1 dem Bogenverlauf angepaßt.
Abkürzungszeichen Häkchen und Punkte.
Zustand Stein und Schrift sind weitgehend gut erhalten, abgebrochene Eckakroterien.

Zur Person

Die Familie Landau war seit dem 17. Jh. in Bingen ansässig und gehörte zu den führenden Familien. Der Name von Gitchens Vater, Sanwil (=Schmuel, oder wie hier Schlomo), war einer der wiederkehrenden Vornamen in dieser Familie. Sanwil war einer der jüdischen Hausbesitzer, denen die Franzosen 1689 das Haus zerstörten.
Der 1715 verstorbene Vorsteher Gad Maier, Sohn von Samuel Landau (Grünfeld, S. 22, Anm. 3), war vermutlich Gitchens Bruder, der 1777 verstorbene Vorsteher Gabriel (Nr. bng-0231), Sohn von Meir Landau, vielleicht ihr Neffe.

Quellen / Sekundärliteratur

Literatur (zum Vater und zur Familie):
Grünfeld, S. 18, S. 22 und S. 22, Anm. 3

Fotografien

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Andreas Hemstege

heutiges Foto
1992
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bingen, bng-848
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bng-848
(letzte Änderungen - 2013-07-27 11:17)

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