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Bingen 880 Inschriften (1602-1968)

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ID bng-367
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bingen, bng-367: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bng-367

Name

Elieser Joswel ben Mosche Schmuel (Joswel Lorch) [5.12.1657]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏יוזבל לארך‏‎ Joswel Lorch.
‎‏פה‏‎ Hier
‎‏טמו[ן] איש ישר‏‎ ist geborge[n] ein Mann, aufrecht
‎‏ונאמן מלא מצות כרימן !‏‎ und getreu, voll mit Gebotstun, dem Granatapfel gleich,
‎‏שמו [נ?]עלה כטוב שמן ׃‏‎ 5 sein Name erhaben(?), dem besten Salböl gleich.
‎‏היקר כמר אליעזר יוזבל‏‎ Der Teure, der geehrte Herr Elieser Joswel,
‎‏בן הר״[ר] משה שמואל‏‎ Sohn des Meisters, [Herrn] Mosche Schmuel,
‎‏ז״ל מ[ל]א[רך?] נפטר יו׳ ד׳‏‎ sein Andenken zum Segen, aus [L]o[rch?]. Er verschied (am) Tag 4,
‎‏כ״[ט כסלו] תי״ח ל׳ תנצב״ה‏‎ 2[9. Kislev] 418 der kleinen Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 5.12.1657
Zum Datum: Der Wochentag, Tag 4 (Mittwoch), ist deutlich lesbar. Die Buchstabenumrisse des Monatsnamen lassen uns vermuten, daß es der Monat Kislev ist. Der 29. Kislev fiel 418 (1657) auf Mittwoch.
Vgl. die Form des Grabmals mit dem für Merlen, Gattin von Akiwa Flasche (Nr. bng-0362) von 1658 und für R. Juda Mehler (Nr. bng-0221) von 1659.
Zln 1 und 8: Lorch liegt an der Mündung der Wisper in den Rhein, nahe bei Rüdesheim.
Zl 4: vgl. bBer 57a u.ö. Der Granatapfel als Symbol der Fülle und des Süßen; Gebot meint seine Erfüllung vor allem im Sinne der "guten Tat".
Zl 5: vgl. Koh 7,1 und KohR 7.

Stilmittel

Reim auf -mu(o)(e)n in Zln 3-5.

Beschreibung

Maße 65 x 21 cm
Material Sandstein
Beschreibung Dreiecksgiebel als Abschluß, umlaufender Rahmen. Zl 1 mit dem Namen ist im Rahmen. Der letzte Buchstabe von Zl 9 ist auf den Rahmen geschrieben.
Abkürzungszeichen Strich; Satztrenner: Strich (in Zl 5).
Zustand Der Stein liegt. Verwitterung in Zln 1, 5 und 7-9.

Zur Person

Das Grabmal von Joswel ist das älteste erhaltene Grabmal eines Mitglieds der Familie Lorch auf diesem Friedhof. Laut Grünfeld war es die älteste jüdische Familie in Bingen. Bereits 1439 ist hier ein Moses Lorch als Schutzjude erwähnt.
Welche verwandschaftliche Beziehungen zwischen Joswel und der 1706 verstorbenen Chava, Gattin von Aharon Lorch bestanden, ist nicht bekannt.

Quellen / Sekundärliteratur

Grünfeld, S. 12 und S. 22, Anm. 14 (Lorch)

Fotografien

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Andreas Hemstege

heutiges Foto
1992
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bingen, bng-367
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bng-367
(letzte Änderungen - 2013-07-27 11:17)

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Inschriften des Jahres 1657

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Steinheim-Institut
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