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Bingen 880 Inschriften (1602-1968)

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ID bng-340
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bingen, bng-340: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bng-340

Name

R. Josef Elijahu ben R. Josef Schmuel [13.6.1701]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פה‏‎ Hier
‎‏טמן החסיד מורינו !‏‎ ist geborgen der Fromme, unser Lehrer
‎‏ורבינו הרב י[וסף]‏‎ und Meister, der Rabbiner Josef
‎‏אליה׳ בן הגא[ון הג]‏‎ Elijahu, Sohn [des gr]oßen überragenden Gelehr[ten],
‎‏דול מהור״ר יוס[ף]‏‎ 5 unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Josef
‎‏שמואל נפטר [ליל]‏‎ Schmuel, er verschied in der [Nacht]
‎‏ב׳ מי״ט שבו[עות]‏‎ 2, am Ausgang des Feiertags Wochen[fest]
‎‏ונקבר ביום [ג׳ ח׳]‏‎ und ward begraben am Tag [3, 8].
‎‏[ס]י[ו]ן ת[ס״א לפ״ק‏‎ [S]i[v]an 4[61 nach kleiner Zählung.
‎‏תנצב״ה]‏‎ 10 Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens]

Kommentar

Datierung Gestorben Montag, 13.6.1701
Das Material des Steins ist von geringer Qualität. Vgl. das sehr gut erhaltene Grabmal Juda Mehlers von 1659 (Nr. bng-0221). Die Inschrift teilt uns nur Titel, Name und Todestag mit, eine Eulogie fehlt. Vielleicht lag es daran, daß R. Josef Elijahu nur wenige Jahre als Rabbiner in Bingen tätig.
Zum Vater: Grünfeld nennt ihn, wie die Inschrift auch, Josef Samuel, bei Löwenstein heißt er Samuel Chaim Jesaja und seine Inschrift auf dem Friedhof Battonnstr. in Frankfurt nennt ihn Israel Josef Schmuel.
Zl 2: Im ersten Wort fehlt ein Buchstabe.
Zl 5: nach Grünfeld ergänzt.
Zl 8: nach Grünfeld ergänzt.

Beschreibung

Maße 57 x 10 cm
Material Sandstein
Beschreibung hochrechteckige Stele, rechts und links der mittig angebrachten Zl 1 je eine Blüte.
Abkürzungszeichen Haken.
Zustand Der Stein ist stark verwittert.

Zur Person

R. Josef Elijahu stammte aus Krakau und kam vermutlich 1690 mit seinem Vater R. Schmuel nach Frankfurt a.M., wohin letzterer als Rabbiner berufen wurde. Im Jahre 1700 weihte R. Josef Elijahu die neuerbaute Synagoge ein.
Da seine Eltern ihn überlebten, vermuten wir, daß R. Josef Elijahu kein hohes Alter erreichte. Die Angaben zu seiner Gattin und seinen Kindern sind aus Ettlinger entnommen, der das Memorbuch der Elias-Heyum Stiftung in Frankfurt a.M. zitiert.

Zur Familie

Vater: R. Samuel aus Krakau, gest. 9.11.1703 in Frankfurt a.M. (Nr. ffb-0018)
Mutter: Riwka, gest. 1707 in Frankfurt a.M.
Gattin: Sara Esther
Kinder: Josef in Hanau, Keile, Gattin von Seligmann in Metz und Pessach, Gatte von Bela Miriam, Tochter von Meir Ulman aus Pfersee, der in Bingen am 5.8.1760 starb
Geschwister: Jehuda Löb, Rabbiner in Mattersdorf, gest. um 1737, Mirjam, Gattin von R. David, Sohn Aharon aus Amsterdam und NN, Gattin von R. Pinchas Auerbach

Quellen / Sekundärliteratur

Chaim Nathan Dembitzer, Klilath Jofi, Teil II, Krakau 1893, S. 144ff. (zum Vater)
Schlomo Ettlinger, Ele toldot C, 1697-1712, 9.XI.1703 (zum Vater und zum Bruder) und 1794-1802, 22.XII.1794 (Rose Reuse)
Grünfeld, S. 17, Anm. 10 (von S. 16), S. 41, Anm. 3 und S. 65 (Eintrag im Memorbuch)
Horovitz, Inschriften, S. 151, Nr. 1480 (Vater)
David Kaufmann, Samson Wertheimer, S. 61, Anm. 3 (zur Schwester)
Löwenstein, Kurpfalz, S. 218

Fotografien

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Andreas Hemstege

heutiges Foto
1992
recto
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bingen, bng-340
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bng-340
(letzte Änderungen - 2013-07-27 11:17)

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