logo epidat: epigraphische Datenbank

Bingen 880 Inschriften (1602-1968)

Information   Inschriften   Karte   Indizes   Download
Inv.-Nr.:
Jahr:
    «    [8/880]    »     »|
Edition Kommentar Stilmittel Beschreibung Personalia Quellen Foto
Export: TEI P5 plain text

epidat - epigraphische Datenbank

ID bng-277
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bingen, bng-277: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bng-277

Name

Kalonymos ben Jizchak (Kalman Blad) [7.3.1657]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏הישיש כמר קל[מן]‏‎ Der Greise, der geehrte Herr Kalman
‎‏בלאד‏‎ Blad.
‎‏פה ׃ טמון ׃ איש‏‎ Hier ist geborgen ein Mann,
‎‏ישר ׃ ונאמן ׃‏‎ aufrecht und getreu,
‎‏היקר ׃ כמר ׃ קלו‏‎ 5 der Teure, der geehrte Herr Kalonymos,
‎‏נימוס ׃ בר יצחק ז״ל‏‎ Sohn des Jizchak, sein Andenken zum Segen,
‎‏נ״ו יו׳ ד׳ כ״ב אדר תי״ז‏‎ verschieden und begraben Tag 4, 22. Adar 417
‎‏בק״ק בינג ׃ תנצבהח׳ ׃ א״ס‏‎ in der heiligen Gemeinde Bingen. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens, Amen Sela

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 7.3.1657
Woher die Familie Blad nach Bingen bzw. Büdesheim kam, ist nicht bekannt. Ihren Ursprung vermutet Ettlinger im Rheinland. Die Bedeutung des Namens ist ebenfalls unbekannt. In Frankfurt a.M. sind nur im 17. Jahrhundert Mitglieder dieser Familie verzeichnet.
Zl 5/6: zeilenübergreifendes Wort.
Zl 8: Bingen, geschrieben Bing

Stilmittel

Reim auf -ma(u)n in Zln 3 und 4.

Beschreibung

Maße 64,5 x 14 cm
Material Sandstein
Beschreibung flachbogiger Abschluß, umlaufender Rahmen. Die Kopfzeile ist im Rahmen, diesem folgend. Klare, gut behauene Buchstaben. Zln 2 und 8 sind aus Platzgründen in kleineren Buchstaben gehalten. Die Form des Steins erinnert an Frankfurter Steine der Zeit.
Abkürzungszeichen Kringel; Worttrenner: Doppelraute.
Zustand gut erhalten

Zur Person

Die Familie ‎‏בלאד‏‎, Blad (in amtlichen Urkunden auch Bladt und Blath) gehört zu den ältesten jüdischen Familien in Bingen. Davon zeugen rd. 30 erhaltene Grabmale aus drei Jahrhunderten. Ursprünglich lebte diese Familie in Büdesheim. Kalonymos war einer ihrer ersten Mitglieder hier. Sein Grabmal trägt die älteste erhaltene Inschrift eines Angehörigen dieser Familie.
Sein Sohn war vermutlich Vorsteher Isaac, Sohn von Kalonymos Blad, der 1689 in der Liste der Hausbesitzer genannt ist und der 1693 verstarb. Seine Schwiegertochter war vielleicht die 1693 verstorbene Gattin des Vorstehers Izek Blad (Nr. bng-0847).

Quellen / Sekundärliteratur

Schlomo Ettlinger, Ele toldot B, Männer A-Bud, Blad
Grünfeld, S. 18 und S. 37, Anm. 2 (zum Sohn)

Fotografien

  «    »  

Andreas Hemstege

heutiges Foto
1992
recto
Seitenanfang

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bingen, bng-277
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bng-277
(letzte Änderungen - 2013-07-27 11:17)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1657

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

app-jüdische-orte.de.dariah.eu

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bng-277
letztes update: | lizenziert unter einer Creative Commons Lizenzvertrag
Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz
Valid XHTML 1.0 Strict | Powered by TUSCRIPT
concept, code and design created by Thomas Kollatz
epidat stable release switch to beta
Datenschutzhinweis