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Rheineck-Bad Breisig, Alter Friedhof 33 inscriptions (1621-1873)

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Name

Bräunchen bat Meir [27.10.1621]          

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Edition und Übersetzung

‎‏פה טמונה אשה‏‎ Hier ist geborgen eine
‎‏הגונה מר׳ ברוינכן‏‎ würdige Frau, Frau Bräunchen,
‎‏בת מאיר ז״ל נפטר׳‏‎ Tochter des Meir, sein Andenken zum Segen, verschieden
‎‏ביו׳ ד׳ י״ב חשון שנ׳‏‎ am Tag 4, 12. Cheschvan des Jahres
‎‏שפ״ב לפ״ק תנצב״ה‏‎ 5 382 der kleinen Zählung. Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
‎‏עש״צ בג״ע א״ס‏‎ :‏‎ mit den übrigen Gerechten im Garten Eden, Amen Sela
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Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 27.10.1621

Editionsgeschichte Radday/Hommen, Nr. 1


Memorbucheintrag Nr. 34:
‎‏אשה ... מ׳ בריינלה בת מאיר ז״ל ... שגמלה חסד עם עניים ועשירים, גם נתנו בניה לצד׳ בעבורה. נפטרת בשם טוב שנת שפ״ב פה פרייזך.‏‎
Frau ... Frau Breinle, Tochter des Meir, sein Andenken zum Segen, ... die Liebeswerk erwies Armen und Reichen, auch gaben ihre Kinder für sie zur Wohltätigkeit. Verschieden mit gutem Namen im Jahre 382, hier Preisech [= Breisig]
Die Gattennamen werden in Breisig in den hebräischen Inschriften bis 1722 nicht genannt (bis auf eine Ausnahme, Grabstein Nr. bbr-0004, Doppelgrabstein für Ehegatten), erst danach wird er meist dem Vatersnamen beigefügt oder verdrängt ihn zuweilen. Doch ist dem Memorbucheintrag für Bräunchen zu entnehmen, dass sie verheiratet gewesen sein muss, denn ihre Kinder (nur Söhne oder Söhne und Töchter, das Hebräische lässt beides zu) spendeten zu ihrem Gedächtnis. Über die Identität ihres Gatten lässt sich keine Aussage machen. Man könnte versuchen, ihn in dem auf Bräunchen folgenden Eintrag zu sehen, Meir, Sohn des Jaakow, gestorben 1647 (Nr. 35, Grabstein Nr. bbr-0002), da im Breisiger Memorbuch Einträge für Ehegatten und Kinder häufig aufeinander folgen, doch schein die Mitteilung, dass die Kinder Bräunchens für sie spendeten, darauf hinzudeuten, dass ihr Gatte schon verstorben war. Das genaue Todesdatum Bräunchens wird vom Memorbuch nicht genannt. Dies könnte auf eine spätere Eintragung der Verstorbenen schließen lassen. Vielleicht erfolgte die Eintragung beider Ehegatten auch erst nach dem Tode Meirs - wenn man davon ausgeht, dass sie verheiratet waren -, ohne dass bei ihm noch einmal ausdrücklich die Spende durch die Kinder Erwähnung fand.

Namenskunde Das Memorbuch bietet statt des "hochdeutschen" Bräunchen eine andere Diminutivform des Namens mit Breinle, was aber auch als Bräunle zu lesen sein könnte.

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Beschreibung


Material Basaltlava
Beschreibung Hochrechteckige Stele; die Oberkante ist leicht abgerundet, nach den Seiten leicht abfallend, Kanten uneben, beschädigt. Zeilen unregelmäßig.
Ornament Möglicherweise ist unten auf dem Stein, der neuerdings höher aus dem Boden ragt als früher, noch eine Schmuckzeile (kleine Quadrate?) zu sehen.

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Zur Familie


Gatte?: Meir, Sohn des Jaakow (Grabstein Nr. bbr-0002)

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Quellen / Sekundärliteratur



Michael Brocke: "Die Inschriften des Friedhofs von Burg Rheineck - Bad Breisig (1621-1873)", in: Ein edler Stein sei sein Baldachin. Jüdische Friedhöfe in Rheinland-Pfalz, hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, Speyer 1996, S. 173-210, hier S. 177.

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Rheineck-Bad Breisig, Alter Friedhof, bbr-1
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bbr-1
(last modified - )

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