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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-953
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-953: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-953

Name

Hermann Reinauer [09.03.1942]          

Diplomatische Transkription

Hermann Reinauer
geb. 24.7.1889 gest. 9.3.1942

Kommentar

Datierung Geboren 24.07.1889; gestorben 09.03.1942

Zur Person

Hermann Reinauer und sein Zwillingsbruder Leopold wurden in Bayreuth geboren als Söhne des Kaufmanns Max Reinauer und der Elise geb. Isner. Der Kaufmann und Tabakwarenhändler Hermann Reinauer, einer der bekanntesten Geschäftsleute Bayreuths, war im Ersten Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz Zweiter Klasse ausgezeichnet worden, kehrte jedoch infolge einer Kriegsverletzung blind in seine Heimatstadt zurück. Er war verheiratet mit Marianne. Laut seiner Nichte beging er 1942 Selbstmord, nachdem man ihm angedroht hatte, mit seiner Frau in der Leichenhalle des jüdischen Friedhofs wohnen zu müssen. Hermanns Zwillingsbruder, der Kaufmann Leopold Reinauer, der in Bayreuth das väterliche Wäschegeschäft übernommen hatte, war verheiratet mit Frieda Friedel Holzinger (Grabstein Nr. bay-0867). Er wurde gemeinsam mit seinem Sohn Max 1941 in das Ghetto von Riga deportiert und im November 1943 in Auschwitz ermordet, Max starb im Oktober 1944 in Libau. Seine Frau und seine Tochter überlebten und kehrten 1945 nach Bayreuth zurück. Leopolds später in Israel lebende Tochter Hanneliese Wandersmann füllte 1997 Gedenkblätter der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem für ihren Vater, ihren Bruder, ihren Onkel und weitere Verwandte aus.

Zur Familie

Eltern: Max Reinauer und Elise geb. Isner (Grabstein Nr. bay-0827)

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Leopold Reinauer ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 1840346 ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 948293
Marianne (Herrmann) Reinauer ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 1855549

Quellen / Sekundärliteratur

Josef Gothart: Beth-le Chajim - Haus des Lebens...", in: Jüdisches Bayreuth, hrsg. von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Bayreuth 2010, S. 149-160, hier S. 157f.
Norbert Aas: "Die Juden von Bayreuth - 1933 bis zur Gegenwart", in: Jüdisches Bayreuth, hrsg. von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Bayreuth 2010, S. 189-200, hier S. 194f.

Fotografien

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Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-953
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(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

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Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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