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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-9024
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-9024: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-9024

Namen

Max Steinhäuser [1943]
Mina Steinhäuser [1943]          

Diplomatische Transkription

Max Steinhäuser
6.10.1863 Gest. 1943
in Theresienstadt
Mina Steinhäuser
5 22.1.1871 Gest. 1943
in Auschwitz

Kommentar

Datierung Max Steinhäuser: Geboren 06.10.1863; gestorben 1943
Mina Steinhäuser: Geboren 22.01.1871; gestorben 1943
Gedenktafel, die nach Kriegsende in die westliche Friedhofmauer eingelassen wurde.

Beschreibung

Schrift Die Schrift war mit roter Farbe ausgelegt.
Zustand Leichte Beschädigung (die Schrifttafel hat einen Riss).

Zur Person

Der Viehhändler Max Steinhäuser stammte aus Burgkunstadt und war verheiratet mit der aus Rothenburg ob der Tauber stammenden Mina Heumann. 1891 wurde in Burgkunstadt ihr Sohn Justin geboren. Um 1897 war das Paar nach Bayreuth gekommen und hier wurde 1904 ihr drittes Kind, die Tochter Bertha geboren. 1942 wurden beide nach Theresienstadt deportiert, wo Max Steinhäuser am 22. März 1943 starb. Mina Steinhäuser wurde im Mai 1944 weiter nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Der Sohn Justin besuchte in Bayreuth die Volksschule und das Gymnasium und danach die Realschule in Nürnberg. Zusammen mit seinem Vater betrieb er dann in Bayreuth einen Viehhandel. Als Frontkämpfer verlor er im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm. Im Herbst 1933 heiratete er gegen großen Widerstand die evangelische Lisette Münch. In der Pogromnacht wurde seine Wohnung demoliert, er und seine Eltern kamen in "Schutzhaft". 1938 mußten sie ihr Gewerbe aufgeben. Durch seine Ehe mit einer Nichtjüdin vor der Deportation geschützt, mußte Justin Steinhäuser Zwangsarbeit verrichten, bis ihm im April 1945 die Flucht gelang. Im Mai 1945 kehrte er nach Bayreuth zurück, wo er u.a. lange Jahre dem Stadtrat angehörte, bis er 1966 starb.

Zur Familie

Vermutlich besteht eine verwandtschaftliche Beziehung zur Familie des Viehhändlers Martin Steinhäuser (Grabstein Nr. bay-0751).

Links zu personenbezogenen Onlinedatenbanken

Max Steinhäuser ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 3856879 ─ Gedenkbuch: Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, 974182
Mina Steinhäuser ─ ‎‏יד ושם‏‎ Yad Vashem: Zentrale Datenbank der Namen der Holocaustopfer, 3856880

Quellen / Sekundärliteratur

Christine Bartholomäus: "Von Emanuel Osmund bis Hilde Marx. Biografische Skizzen zu ausgewählten jüdischen Persönlichkeiten aus Bayreuth", in: Jüdisches Bayreuth, hrsg. von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Bayreuth 2010, S. 105-118, hier S. 116f.

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-06-30
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Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-9024
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