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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-400
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-400: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-400

Name

Mosche ben Aharon Bayer (Moses ­Bayer) [30.11.1847]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏איש תם וישר זקן ושבע ימים כ״ה משה ב״ר אהרן‏‎ ›ein lauterer und aufrechter Mann‹, ›betagt und satt an Tagen‹, der geehrte Herr Mosche, Sohn des Herrn Aharon
‎‏בייער נאסף אל אבותיו בליל ד׳ כ״ג כסליו תר״ח‏‎ Bayer, ›er ward versammelt zu seinen Vätern‹ in der Nacht 4, 23. Kislev 608.
‎‏משה שמח במתנת חלקו פי שנים‏‎ ›Es freute sich Mosche mit dem ihm zum Geschenk gewordenen Anteil‹ doppelt,
‎‏שמר דרכי [ה׳] ולא מט ממצותיו‏‎ 5 ›die Wege des Ewigen wahrte er‹ und von Seinen Geboten wich er nicht ab,
‎‏השיג שיבה טובה גם ארח חיים‏‎ ›gutes Greisenalter‹ erreichte er, auch (guten) Lebenswandel,
‎‏בשלום ויושר פלס מעגלותיו‏‎ in Frieden und Geradheit wägt er seine Bahnen ab,
‎‏יגע מאד יטוב לו כאיש מצליח‏‎ er mühte sich sehr und es ging ihm gut, ›einem Mann des Gelingens gleich‹,
‎‏יום יום דרש ה׳ לעבוד עבודתו‏‎ Tag für Tag folgte er dem Ewigen, Seinen Dienst zu verrichten,
‎‏עד האסף לעמו שפך לפניו שיח‏‎ 10 ›sein Gebet schüttete er vor Ihm aus‹, ›bis er versammelt wurde zu seinem Volke‹,
‎‏רפתה רוח מעליו ושב למנוחתו‏‎ ›sein Odem verließ ihn‹ und er kehrte zu seiner Ruhestatt zurück.

 

 Zl 2: Ijob 1,8 | Zl 2: Gen 35,29  Zl 3: Ri 2,10  Zl 4: aus der Amida im Morgengebet für Schabbat  Zl 5: 2Sam 22,22 und Ps 18,22  Zl 6: Gen 25,9  Zl 8: Gen 39,2  Zl 10: Ps 142,3 | Zl 10: Gen 25,8 u.ö.  Zl 11: Ri 8,3

Kommentar

Datierung Gestorben Dienstagabend, 30.11.1847

Stilmittel

Reim auf -ajim in Zln 4,6, auf -tav in Zln 5,7, auf -ijach in Zln 8,10 und auf -ato in Zln 9,11; Reimschema ababcdcd.
Akrostichon in Zeilen 4-11: ‎‏משה בייער‏‎ Mosche Bayer

Beschreibung

Zustand Verwitterung leicht

Zur Person

Der 1769 geborene, laut Kataster "arme" und "kränkliche" Moses, Sohn von Aron, auch Moises Aron, stammte aus Baiersdorf und hatte 1798 Schutz in Bayreuth erlangt. 1814 nahm er den von seinem Geburtsort abgeleiteten Familiennamen Beyer bzw. Bayer an. Moses Bayer war verheiratet mit der 1774 oder 1777 geborenen Babette Bunla, Tochter von Seligman in Bayreuth. 1796 wurde sein Sohn Aron geboren, der "Unterricht im Schreiben" gab und später Kaufmann in Bayreuth wurde. Im Jahr 1800 kam die Tochter Hanna zur Welt, die in München "in Diensten" stand. Der 1802 geborene Anton Anschel Amson machte eine Ausbildung in München und ging als "Schuhmachergeselle" auf "Wanderschaft", ließ sich später in München nieder und starb dort jung (durch Ertrinken). 1796 gehörte zum Haushalt noch die 26-jährige Magd Sarla. Moses Bayers Vermögen wurde 1796 für die Schatzung auf 1.800 Gulden beziffert, er handelte damals "mit Bändern", später betrieb er einen "Hausierhandel mit alten Kleidern" bzw. einen "Hausierhandel mit Eisenwaaren" und lebte beim Schlosser Kayser zur Miete. Moses Bayer starb im Alter von 92 Jahren an "Altersschwäche".

Zur Familie

Gattin: Babette Bayer (Grabstein Nr. bay-0453)
Sohn: Aron Bayer (Grabstein Nr. bay-0558)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 400: Moses ­Bayer · 1847 Stadtarchiv Bayreuth, 2733: Namensveränderung und Immatrikulation der Juden (18.08.1814), Nr. 2: "Aron Moses - nun Moses Beyer".

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2009-05-20
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-400
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-400
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1847

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-400
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