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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-379
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-379: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-379

Name

Schmuel Chajim ben Enzel (Samuel Heumann ­Enzel) [23.11.1818]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏ילד שעשועים יניק וחכים כשושן‏‎ ›ein Kind der Liebkosungen‹, ›jung, doch weise‹, ›wie eine Rose
‎‏פרח כתואר בן מלך זך וזוהר כעצם‏‎ erblüht‹, ›der Gestalt eines Königssohnes gleich‹, rein und voller Glanz, ›wie der reine
‎‏השמים לטוהר לזאת יחרד לבבו ויתר‏‎ Himmel an Klarheit‹, ›darum bebt mein Herz und zittert auf
‎‏ממקומו איך פנה זיוה פנה הדרה אך‏‎ 5 von seiner Stelle‹, wie ist ›vergangen der Glanz, vergangen die Pracht‹, da
‎‏אלקי׳ לקח אותו והילד איננו ...‏‎ der Ewige ihn nahm und das Kind war nicht mehr, ...
‎‏שכינתו ל... בחדוה ורינה תחת עץ‏‎ verweilt er ... in Freude und Jubel, unter dem Baume
‎‏החיים תשמח נשמתו ה״ה הילד רך‏‎ des Lebens freue sich seine Seele. Es ist das Kind, zart
‎‏ויחיד שמואל חיים בר פו״מ ענצל‏‎ und einzig, Schmuel Chajim, Sohn des Vorstehers und Leiters Enzel,
‎‏העומד בפרץ (?) וה... שהלך לעולמו‏‎ 10 ›der vortrat in die Bresche ‹ ..., ›der in seine Welt hinging‹
‎‏בירח מרחשון כ״ד בו תקע״ט‏‎ im Monat Marcheschvan (am) 24. desselben 579.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Jer 31,19 | Zl 2: vgl. bKid 32b  Zl 2f: Hos 14,6 | Zl 3: Ri 8,18  Zl 3f: Ex 24,10  Zl 4f: Ijob 37,1 | Zl 5: BerR 68,6  Zl 10: Ps 106,23 | Zl 10: Koh 12,5

Kommentar

Datierung Gestorben Montag, 23.11.1818
Eine auffallend lange und aus vielen Zitaten zusammengesetzte Inschrift für ein kaum dreijähriges Kind, den Sohn eines Gemeindevorstehers, der nicht - wie andere Kinder - auf dem Kinderfeld begraben wurde, sondern in einer Reihe mit seinen Großeltern und vermutlich neben einem entfernten Verwandten, der als Jugendlicher starb (Emanuel ben David Enzel, Grabstein Nr. bay-0378).

Beschreibung

Zustand Verwitterung mittel; Beschädigung leicht

Zur Person

Samuel Schmuel wurde am 5. Dezember 1815 in Bayreuth geboren als Sohn des Kaufmanns Ascher Enzel, auch Enzel Samuel und Enzel J. Enzel genannt, der in Bayreuth eine "Schnittwarenhandlung in stehendem Laden" betrieb und seiner Gemeinde als Vorsteher diente, und dessen Frau Eva Chava. Samuel starb im Alter von knapp drei Jahren an "Fraisch", einer alten Bezeichnung für Krämpfe.

Zur Familie

Vater: Ascher Enzel (Grabstein Nr. bay-0380)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 379: Samuel Heumann ­Enzel · 1818

Fotografien

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Bert Sommer

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-379
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-379
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-379
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