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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-265
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-265: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-265

Name

Fradel bat Eisek aus Baiersdorf ⚭ Alexander Sohn des Simcha [20.12.1810]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏בכאן הופקד גוף אשת חיל‏‎ (und) hier wurde verborgen der Leib der›tüchtigen Gattin‹,
‎‏מ׳ פראדל בת כמ״ר אייזק מפ״ד‏‎ Frau Fradel, Tochter des geehrten Herrn Eisek aus Baiersdorf,
‎‏היא היתה עקרת הבית ועטרת‏‎ sie war ›Walterin des Hauses‹ ›und Krone
‎‏לבעלה כ״ה אלכסנדר בר שמחה‏‎ 5 ihres Gatten‹, des geehrten Herrn Alexander, Sohn des Simcha,
‎‏נפטרת בשם טוב יום ה׳ כ״ג כסליו‏‎ verschieden ›mit gutem Namen‹ Tag 5, 23. Kislev
‎‏בשנת‏‎ im Jahr
‎‏עקב ענוה יראת ה׳ היא אוצרו‏‎ ›Lohn der Demut und der Ehrfurcht vor dem Ewigen, das ist sein Schatz‹
‎‏לפ״ק‏‎ der kleinen Zählung.
‎‏לקץ הימין יעמידה עם שאר‏‎ 10 Zum Ende der Tage lasse sie erstehen mit den übrigen
‎‏שוכבי עמך ישראל ברחמים‏‎ Ruhenden deines Volkes Israel in Barmherzigkeit,
‎‏אמן תנצב״ה‏‎ Amen. Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Spr 31,10  Zl 4: Ps 113,9  Zl 4f: Spr 12,4  Zl 6: bBer 17a  Zl 8: Kombination aus Spr 22,4 und Jes 33,6

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 20.12.1810
Die Eulogie auf die als fromme und treusorgende Gattin und Hausfrau beschriebene Fradel webt die Angabe ihres Sterbejahres in Form eines aus zwei Schriftzitaten kombinierten Chronogrammes in ihr Lob mit ein und schließt mit einem besonders langen Schlusssegen, der sich direkt an Gott wendet und die Hoffnung auf die Wiederbelebung am Ende der Tage thematisiert.

Stilmittel

Beschreibung

Ornament florale Verzierung; gestalterische Verzierung
Zustand Verwitterung mittel

Zur Person

Fradel war eine Tochter des Eisik Selkle aus Baiersdorf und verheiratet mit dem Handelsmann Alexander Simon aus Ettleben im Würzburgischen, der 1766 Schutz in Bayreuth erhalten hatte. 1796 sind drei Söhne und vier Töchter verzeichnet: die 24-jährige Haya, die einen bambergischen Schutzjuden geheiratet hatte, die 21-jährige Zipora, deren Aufenthaltsort nicht bekannt war, die 19-jährige Sarla, die 13-jährige Madel, der 1796 gestorbene (?) Moises, der 8-jährige Jacob und der 6-jährige Selche. Ein weiterer Sohn hatte sich in Breslau taufen lassen. Alexander Simon, dessen Vermögen zur Schatzung 1796 mit 775 Gulden veranschlagt wurde, betrieb "in Comp. mit Simon Hirsch eine Cattun- und Mouselin-Manufactur, so aber nicht sehr beträchtlich" und lebte mit seiner Familie "beim Metzger Gregold" zur Miete. Fradel starb im Alter von 62 Jahren an "Lungenentzündung".

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 265: Fradel, Ehefrau des Alexander Simon · 1810

Fotografien

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-265
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(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

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