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Bayreuth 957 Inschriften (1787-heute)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID bay-264
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-264: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?bay-264

Name

Jaakow Dow ben Fischel (Jakob ­Fischel) [11.06.1826]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש ישר ונאמן ההלך בתמים‏‎ ›ein aufrechter und getreuer Mann‹, welcher ging in Lauterkeit
‎‏ומעשיו באמונה ואמת כ״ה‏‎ und seine Werke waren in wahrhaftiger Treue, der geehrte Herr
‎‏יעקב דוב בן מהור״ר פישל‏‎ Jaakow Dow, Sohn unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Fischel,
‎‏נפטר יום א׳ דשבועות תקפ״ו‏‎ 5 verschieden Tag 1 des Wochenfestes 586.
‎‏ישר וצדק הי׳ פה מעשיך‏‎ Aufrecht und gerecht waren hier deine Taten,
‎‏עמדת בצדקך כל ימיך‏‎ standhaft warst du in deiner Gerechtigkeit all deine Tage,
‎‏קנינך בתורה ומצות הרבית‏‎ deinen Verdienst in der Tora und den Geboten mehrtest du,
‎‏בדרך טובים וישרים תמיד היית‏‎ auf ›dem Weg der Guten‹ und Aufrechten warst du stets.
‎‏תנצב״ה‏‎ 10 Deine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Av 6,1  Zl 9: Spr 2,20

Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag, 11.06.1826
Die Eulogie beschreibt das irdische Wirken und spricht den verstorbenen Rabbinerssohn direkt an, enstprechend wurde hier auch der wie üblich abgekürzte hebräische Schlusssegen übersetzt.
Zl 7: Hier könnte statt "Gerechtigkeit" auch mit "Wohltätigkeit" übersetzt werden - beständig im Wohltun den Armen und Bedürftigen gegenüber.

Stilmittel

Reim auf -echa in Zln 6-7, und auf -eta in Zln 8-9.
Akrostichon in Zeilen 6-9: ‎‏יעקב‏‎ Jaakow

Beschreibung

Ornament gestalterische Verzierung
Zustand Verwitterung leicht

Zur Person

Der 1772 (laut Kataster 1775) geborene Jacob Fischel, der 1814 den Familiennamen Mantelbaum bzw. Mandelbaum annahm, war ein Sohn des Bayreuther Gemeindevorstehers und Rabbiners Fischel und der Brendel und hatte 1804 eigenständig Schutz in Bayreuth bekommen, wo er einen "Hausierhandel mit Schnittwaren" betrieb. 1811 heiratete der Handelsmann in Gräfenberg die 1791 geborene Karoline Gnendel, Tochter von Seligmann Dettelbach aus Fürth. 1812 wurde ihre Tochter Caroline Gnendel geboren, 1813 die Tochter Luise Lea, 1814 Babette Besle, die den Handelsmann Hesslein in Bamberg heiratete. Eine 1815 geborene Tochter starb gleich nach der Geburt. 1817 kam der Sohn Fischel zur Welt, 1819 Moritz Mosche, 1821 Isidor Izek, 1823 Elias Elijahu Eduard und 1825 schließlich Julius Jechiel, die drei jüngsten Söhne wanderten nach Amerika aus. Jacob Fischel starb im Alter von 54 Jahren an einer "Lungenentzündung".

Zur Familie

Vater: R. Fischel Jaakow ben Jizchak (Grabstein Nr. bay-0260)
Mutter: Brendel, Gattin von Fischel (Grabstein Nr. bay-0259)
Gattin: Karoline Fischel (Grabstein Nr. bay-0467)
Töchter: Louise Fischel (Grabstein Nr. bay-0691), Betty Seliger geb. Fischel (Grabstein Nr. bay-0678)

Quellen / Sekundärliteratur

Belegungsliste (BayHStA, Jüdisches Standesregister 64 u. CAHJP G5/165) Nr. 264: Jakob ­Fischel · 1826 Stadtarchiv Bayreuth, 2733: Namensveränderung und Immatrikulation der Juden (18.08.1814), Nr. 11: "Fischel Jacob, - nun Jacob Mantelbaum".

Fotografien

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Bert Sommer

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2009-05-15
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Bayreuth, bay-264
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=bay-264
(letzte Änderungen - 2016-03-04 23:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1826

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Auftraggeber

Bearbeitet im Auftrag der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth

Förderer

Festspiel- und Universitätsstadt Bayreuth Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern Oberfranken Stiftung


 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=bay-264
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