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Sondershausen 187 inscriptions (1713-1937)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID sdh-69
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Sondershausen, sdh-69: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?sdh-69

Name

Gerschon ben Schimon Hakohen (Gerson Cohn) [05.09.1879]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש אמונים תמים דרך וישר‏‎ ›ein Mann von Treuen‹, ›lauteren Weges und aufrechter
‎‏מעשים ה״ה היקר הנכבד כ״ה גרשון‏‎ Taten‹, es ist der Teure, der Ehrwürdige, der geehrte Herr Gerschon,
‎‏ב״ר שמעון הכהן נפטר ביום עש״ק י״ז‏‎ Sohn des Herrn Schimon Hakohen, verschieden am Rüsttag des heiligen Schabbat, 17.
‎‏אלול ונקבר ביום ב׳ כ׳ בו תרל״ט לפ״ק ׃‏‎ 5 Elul, und begraben am Tag 2, 20. desselben, 639 der kleinen Zählung.
‎‏׃ תנצב״ה ׃‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
Hier ruht in Gott
unser inniggeliebter Vater, Groß-
u. Schwiegervater, der Kaufmann
Gerson Cohn 10
geb. 3. April 1805, gest. 5. September 1879.
!Friede seiner Asche!

 

 Zl 2: Spr 20,6  Zl 2f: vgl. Ps 119,1

Kommentar

Datierung Geboren 03.04.1805; gestorben Freitag, 05.09.1879 ; begraben am dritten Tag
Die Eulogie der hebräischen Inschrift ist zusammengesetzt aus einzelnen Elementen, die sich auch in den Vorlagen zweier Musterinschriften in Schalom Hakohens Briefsteller "Ketav Joscher" finden (Inschriften Nrn. 0002 und 0003).

Beschreibung

Beschreibung Querrechteckige marmorne Grabplatte auf Stütze aus rotem Kyffhäuser Sandstein. Die Inschriften sind zentriert, Einleitungs- und Schlussformeln und im deutschen Text auch die Namen sind durch größere Buchstaben hervorgehoben. Die Einleitungsformel der deutschen Inschrift wird von zwei Zweigen (Palmwedeln?) begrenzt. Die Grabstelle ist eingefasst.
Ornament florale Verzierung
Zustand Die Schriftplatte ist gesprungen, verwittert und stark mit Flechten bewachsen. Der äußere Rahmen ist auf der linken Seite leicht beschädigt.

Zur Person

Laut Personenstandsregister wurde der Weinhändler Gerson Cohn am 18. April 1806 in Dessau geboren und heiratete am 24. November 1830 Lina Goldschmidt aus Sondershausen. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor: Jetchen/Henriette (geb. 11.09.1831, verheiratet in Sondershausen mit Selly Wahl, sdh-0089), Bertha (geb. 06.08.1834, verheiratet mit Levy Meyer aus Geestemünde bei Bremerhaven), Laura (geb. 26.12.1835, verheiratet mit Adolf Kirschbaum aus Geestendorf, gest. 08.10.1887, begraben in Bremerhaven-Lehe), Sigmund (30.01.1838 - 05.08.1898, gest. in Sondershausen, kein Grabstein), Servina/Seraphine (geb. 21.05.1841, verheiratet mit Aron Kirschbaum aus Wulsdorf, gest. 19.04.1908, begraben in Bremerhaven-Lehe) und Alfons (geb. 13.12.1843, gest. um 1894 in Rudolstadt).

Hinweis  Die Angaben zu Bremerhaven-Lehe stammen von Ingo Paul (Familiendatenbank zu Juden in Nordwestdeutschland).

Zur Familie

Gattin: Lina Cohn geb. Goldschmidt, 1807-1871 (Grabstein Nr. sdh-0082)
Schwiegersohn: Selly Wahl, 1814-1869 (Grabstein Nr. sdh-0089)

Quellen / Sekundärliteratur

Personenstandsregister, Nr. 71; Neujahrsbericht für 1862 (Eheschließung der Tochter Bertha).
Jens Beger: "Jüdische Familien in Sondershausen", in: Beiträge zur Geschichte der Juden Schwarzburgs (Juden in Schwarzburg, Bd. 1), hrsg. vom Schlossmuseum Sondershausen (Sondershäuser Kataloge IV), 2006, S. 204-234, zu Gerson Cohn.
Thomas Kollatz: "Totenlob als 'Stylübung'? Grabschriften in Schalom ha-Cohens Briefsteller 'Ketav joscher'", in: Memoria - Wege jüdischen Erinnerns: Festschrift Michael Brocke zum 65. Geburtstag, in Verbindung mit dem Vorstand des Steinheim-Instituts hrsg. von Birgit E. Klein und Christiane E. Müller, Berlin 2005, S. 277-283, hier S. 283.

Fotografien

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Henryk Bies, Sondershausen

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Sondershausen, sdh-69
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=sdh-69
(last modified - 2012-11-14 09:31)

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