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Sondershausen 187 inscriptions (1713-1937)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID sdh-40
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Sondershausen, sdh-40: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?sdh-40

Name

Schlotche bat Löb [06.07.1809]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏האשה החשובה מרת‏‎ die angesehene Frau, Frau
‎‏שלאטכי בת כ׳ ליב ז״ל‏‎ Schlotche, Tochter des geehrten Löb, sein Andenken zum Segen,
‎‏אשת כ״ה זעליג ז״ל נפטר׳‏‎ Gattin des geehrten Herrn Selig, sein Andenken zum Segen, verschieden
‎‏ונקבר׳ יום ה׳ כ״ב תמוז תקס״ט לפ״ק‏‎ 5 und begraben (am) Tag 5, 22. Tammus 569 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Donnerstag, 06.07.1809 ;
Die ist der älteste erhaltene Frauengrabstein in Sondershausen, der sowohl Vater- als auch Gattenname angibt, und zwar jeweils die deutsche, umgangsprachliche Form dieser Namen (Löb statt Jehuda oder Arie und Selig statt Chajim).
Die Inschrift gibt keinerlei Hinweis auf das Alter der hier Begrabenen, doch wurde Schlotchens Sohn Salomon laut seinem Grabstein (sdh-0009) im Jahr 1749 geboren (nach anderen Quellen 1751, 1757 oder 1758), so dass Schlotchen um die achtzig Jahre oder noch älter gewesen sein könnte. Sie wurde neben ihrem 28 Jahre zuvor gestorbenen Gatten beigesetzt und ihre Grabinschrift wurde parallel zu seiner aufgebaut.
Namenskunde Der Name Schlotche, oder in den deutschen Quellen Schlotgen, könnte auf die slawische Form des Namens Süsse zurückgehen (tschechisch sladka, polnisch słodka) oder eine Verkleinerungsform des ebenfalls slawischen Namens Slata / "die Goldene" sein, (tschechisch zlatá, polnisch złota). Somit würde er einen Hinweis auf die osteuropäische Herkunft der Frau (bzw. ihrer Eltern) geben.

Beschreibung

Beschreibung Kleine Stele aus Sondershäuser Muschelkalk mit Rundbogenabschluss. Die Inschrift ist zentriert, die Kopfzeile ist in ein florales Ornament eingeschrieben.
Ornament florale Verzierung
Zustand Das Schriftfeld ist stark verwittert. Moosbewuchs.

Zur Person

Zu den möglichen Eltern siehe Kommentar in der Einleitung.

Zur Familie

Gatte: Chajim Selig ben Zwi Hirsch Halle, gest. 1781 (Grabstein Nr. sdh-0039)

Quellen / Sekundärliteratur

Personenstandsregister, Nrn. 10 und 13.
Jens Beger: "Jüdische Familien in Sondershausen", in: Beiträge zur Geschichte der Juden Schwarzburgs (Juden in Schwarzburg, Bd. 1), hrsg. vom Schlossmuseum Sondershausen (Sondershäuser Kataloge IV), 2006, S. 204-234, zu Schlotgen, Mutter von Salomon Goldschmidt (Goldschmidt I).
Zur Herkunft des Namens Schlotche siehe Alexander Beider: A Dictionary of Ashkenazic Given Names. Their Origins, Structure, Pronunciation, and Migrations, Bergenfield/New Jersey 2001.

Fotografien

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Henryk Bies, Sondershausen

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Sondershausen, sdh-40
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=sdh-40
(last modified - 2010-03-17 10:50)

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