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Hamburg-Altona, Königstraße 6023 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-9551
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-9551: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-9551

Name

Mate bat Uri Feiwesch KaZ [17.12.1704]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏בתולה‏‎ eine Jungfrau,
‎‏מאטרונה שלא סטה‏‎ eine Matrone, welche nicht abwich,
‎‏אשר דרך טב הביטה‏‎ die gut auf (ihren) Weg blickte,
‎‏טעמה ריח הדס שטה‏‎ 5 ihr Geschmack war Duft von Myrthe der Akazie.
‎‏הרצה לעני פרוטה‏‎ Dem Armen zählte sie Münzen hin;
‎‏לא טעמה טעם חטה‏‎ sie ›kostete nicht den Geschmack der Sünde‹,
‎‏בג״ע מנוחתה ומטה‏‎ im Garten Eden hat sie Ruhe und Bett,
‎‏בתולה יקרה מאטה‏‎ die teure Jungfrau Mate,
‎‏בת האלוף הר״ר אורי‏‎ 10 Tochter des Vornehmen, des Meisters, Herrn Uri
‎‏פייבש כ״ץ ז״ל נפטרה‏‎ Feiwesch KaZ, sein Andenken zum Segen, verschieden
‎‏ונקברה יו׳ ד׳ י״ז אדר‏‎ und begraben Tag 4, 17. Adar
‎‏תס״ו לפ״ק‏‎ 466 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 7: LevR 26,2

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Mittwoch, 17.12.1704 ; ;
Die alte Jungfrau: Der Verfasser der Grabschriften hat für weibliche Ehelosigkeit ein sichtlich größeres Verständnis als für männliche (vgl. Nr. hha-1420): züchtiger Wandel und Wohltätigkeit werden Mate als Tugenden angerechnet. In Alliteration auf ihrem Namen (den die deutschen Quellen als "Martha" wiedergeben) erhält sie den Ehrentitel einer "Matrone", der aus dem Lateinischen schon in das antike rabbinische Hebräisch eingegangen ist. Wie in anderen Versen des Grabdichters gewährt auch hier das "Bett" im Garten Eden eine postume Entschädigung für die irdische Jungfräulichkeit.
Die histor. Aufnahme zeigt das Grabmal noch in situ, aber bereits damals fehlte die untere Hälfte.

Stilmittel

Verseulogie: sechszeiliges Namensgedicht mit durchlaufendem Reim und Akrostichon, drei- bis vierhebige Verse
Reim auf -ta in Zln 3-9.
Akrostichon in Zeilen 3-6: ‎‏מאטה‏‎ Mate

Beschreibung

Lage Planquadrate EN
Schrift erhaben
Ornament florale Verzierung, insbesondere Kranz; gestalterische Verzierung
Zustand 2006 non in situ, liegend; Beschädigung schwer;
2012 Der untere Teil wurde gefunden und hochgezogen. Seine klare hervorstechende weiße Farbe läßt den ursprünglichen Zustand des Grabmals sowie die prachtvolle Gesamterscheinung des Ensambles in seiner Umgebung erahnen;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2012: 1. Liegendes Grabmal, einfach gebrochen: verankert, geklebt und standsicher aufgestellt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4462, S 1275
Grunwald, S. 287, Nr. 3384

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 113

Fotografien

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Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Schmalstieg, Denkmalpflegerische Massnahme

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2010-2012

Dan Bondy

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-9551
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-9551
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

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Steinheim-Institut
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