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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-5309
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-5309: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-5309

Name


Schmuel ben Jaakow [12.03.1817]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏שם משמן טוב‏‎ ›Ein Name ist besser als gutes Salböl‹,
‎‏ויום המות מיום הולדו‏‎ ›und der Tag des Todes, als der Tag seiner Geburt‹,
‎‏מתן בסתר נתן לרוב‏‎ ›Gabe im Geheimen gab er in Fülle‹,
‎‏אהב את ה׳ במאודו‏‎ ›den Ewigen liebte er mit ganzem Vermögen‹,
‎‏וגם עד זקנה ושיבה התהלך בטוב‏‎ 5 ›und auch bis ins Alter und ins Greisentum‹ wandelte er im Guten,
‎‏חנן דלים מעודו‏‎ ›den Darbenden zugetan seit jeher‹,
‎‏אחר מותו נתגלה דבר הטוב‏‎ nach seinem Tode offenbarte sich die gute Sache
‎‏אשר נתן לקיים בעודו‏‎ die er zu erfüllen auftrug, als er da war
‎‏לו יום המיתה טוב‏‎ ihm ist der Tag des Todes gut,
‎‏כי צדק לפניו יהלך בעדו‏‎ 10 ›denn Gerechtigkeit wandelt vor ihm für ihn‹,
‎‏זקן ושבע ימים שמואל‏‎ ›betagt und satt an Tagen‹ ist Schmuel,
‎‏בר יעקב ז״ל נפטר אור ליו׳‏‎ Sohn des Jaakow, sein Andenken zum Segen, verschieden zu Beginn des Tages
‎‏ד׳ ונקבר ביו׳ ד׳ ך״ד אדר תקע״ז לפ״ק‏‎ 4, und begraben am Tag 4, 24. Adar 577 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה ‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 1: Koh 7,1  Zl 2: Koh 7,1  Zl 3: Spr 21,14  Zl 4: Dtn 6,5  Zl 5: Ps 71,18  Zl 6: Spr 19,17  Zl 10: Ps 85,13  Zl 11: Gen 35,29

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Mittwoch, 12.03.1817 ;
Die histor. Aufnahme zeigt das Grabmal vollständig und in situ. Eine lange Eulogie, der es gelingt die selbstauferlegten Formalien (Akrostichon und Reim) gut zu meistern. Sie hebt die Wohltätigkeit des Verstorbenen hervor, im Geheimen während seines Lebens und über eine eingerichtete Stiftung über seinem Tod hinaus. Betont wird auch die Freude beim Übergang von dieser in jener, besseren Welt.
Zl 1: Dieses Kohelet-Zitat deutet häufig auf Kinderlosigkeit hin.
Zln 7/8: "Gute Sache" ist die gängige Bezeichnung für eine Stiftung. Schmuel hinterließ offensichtlich in seinem Testament eine Geldsumme für eine Stiftung.
Zl 9: Vgl. Koh 7,1 bzw. Zl 2, in der dieser Gedanke anders und dem Urtext näher formuliert ist.

Stilmittel

Reim auf -do in Zln. 2,4,6,8,10 und auf -ow in Zln 1,3,5,7,9, insbesondere auf -tow in Zln 1,5,7,9.
Akrostichon in Zeilen 1, 3, 5, 7, 9: ‎‏שמואל‏‎ Schmuel

Beschreibung

Lage Planquadrate NF
Schrift erhaben
Zustand 2006 unterer Teil in situ, oberer liegend; Beschädigung mittel;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2824, W 5284
sha (JG 75), S. 22, Nr. 11; der betagte Schmuel Fleischverkäufer (‎‏מוכר בשר‏‎), Sohn von Jaakow Altona, beigelegt rechts von Schmuel Beit und dazwischen eine reservierte Grabstelle. Deutsch: Schmuel Schlachter.
Grunwald: -

Fotografien

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Bert Sommer

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2004-06-10
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-5309
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