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Hamburg-Altona, Königstraße 6033 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-5050
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-5050: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-5050

Name

Fromet bat Awraham Gugenheim ⚭ Mosche Mendelssohn (Frau Fromet geb Gugenheim) [16.03.1812]            

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏האשה הזקנה מרת פרומ[ט בת]‏‎ die betagte Frau, Frau Fromet, Tochter
‎‏כ״ה אברהם גוגענהיים ז״ל א[למנ׳]‏‎ des geehrten Herrn Awraham Gugenheim, sein Andenken zum Segen, Witwe
‎‏מהו׳ משה מענדעלסזא[הן ז״ל]‏‎ unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Mosche Mendelssohn, sein Andenken zum Segen,
‎‏נולדה יום א׳ י״א תשר[י תצ״ח לפ״ק]‏‎ 5 geboren Tag 1, 11. Tischri 498 der kleinen Zählung,
‎‏נפטרת יום ב׳ ג׳ ני[סן ונקברת בי׳]‏‎ verschieden Tag 2, 3. Nissan und begraben am Tag
‎‏ה׳ ו׳ ניסן [תקע״ב לפ״ק]‏‎ 5, 6. Nissan 572 der kleinen Zählung.
‎‏[תנצב״ה]‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Rückseite
Hier ruht
Frau Fromet 10
geb G[...]
[...]
[...]
[---]

Kommentar

Datierung Geboren Sonntag, 06.10.1737; gestorben Montag, 16.03.1812 ; begraben am übernächsten Tag
Am intensivsten ist die jüdische Aufklärung an der Königstraße durch das Grab von Moses Mendelssohns Witwe Fromet vergegenwärtigt. Die 1737 in Hamburg geborene Tochter des Kaufmanns Abraham Gugenheim lernte den um acht Jahre älteren "Berliner Sokrates" 1761 bei dessen Besuch an der Elbe kennen, korrespondierte mit ihm und schloss im Jahr darauf eine nach damaligen Begriffen ungewöhnliche Liebesheirat. Fromet kehrte nach Moses' Tod 1786 mit ihren Kindern in ihre Vaterstadt zurück, wo ihre Söhne Abraham und Joseph Mendelssohn das später bedeutende Bankhaus gründeten. Abrahams Sohn, der Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy, 1809 in Hamburg geboren, wurde wie andere Familienmitglieder erst nach dem Tod der Großmutter getauft. Fromets Grab, das Photographien des frühen 20. Jahrhunderts noch in gutem Erhaltungszustand dokumentieren, zeigen solche der 1940er Jahre bereits in Trümmern. Seit Mai 2009 ist es wieder restauriert zu sehen.
Histor. Aufnahmen aus den 1940ern zeigen das Grabmal (Umrandung und Fragment) bereits im heutigen Zustand. Frühere histor. Aufnahmen zeigen das vollständige Grabmal, wenn auch nur von seiner Vorderseite [Museum Altona 69/2080a und Denkmalamt DA27074]. Auf diesen Aufnahmen teilt der Inschriftentext alle Daten mit, die vermutlich auch in dem heute nur bruchstückhaft erhaltenen deutschen Textteil standen.

Beschreibung

Lage Planquadrate NB
Schrift erhaben (VS); vertieft (RS: Deutsch)
Zustand 2006 unterer Teil in situ, oberer liegend; Beschädigung schwer;

Zur Familie

Vater: Awraham Gugenheim (Nr. hha-2638)
Mutter: Glukche Mirjam Tochter von Man Kleve (Nr. hha-2880)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4011, W 5845
sha (JG 75), S. 4, Nr. 4; Fromet, Tochter von Awraham Gukenheim [!], Gattin von Mosche, Sohn von Menachem Dessau, beigelegt rechts der Gattin von Jerachmiel Koch. Deutsch: Frau Vromet gebor. Abr. Guckenheim des ... Dichter R. Moses Mendelssohns Ehefrau.
Duckesz, Chachme AHW, S. 38, Nr. 46 (H) und S. 13 (D)
Grunwald, S. 279, Nr. 2924

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 286

Fotografien

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Bert Sommer

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2004-06-21
schriftlos

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Eduard Duckesz Glasplatten © CAHJP Jerusalem, Glasplatten: HMB/2452, Inv 2326 · Digitalisat: CDB/5-7

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Dan Bondy

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-5050
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-5050
(letzte Änderungen - )

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-5050
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