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Hamburg-Altona, Königstraße 6033 Inschriften (1621-1871)

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Inv.-Nr.:
Jahr:
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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3349
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3349: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3349

Name

SCHÖNLE bat David Sulzberg [25.11.1636]            

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פה‏‎ Hier
‎‏טמונה אשה‏‎ ist geborgen eine Frau,
‎‏ההגונה בת מו‏‎ die Würdige, Tochter unseres Lehrers und
‎‏הר״ר דוד זול‏‎ Meisters, Herrn David Sul-
‎‏צברג זצ״ל ונקב‏‎ 5 zberg, das Andenken des Gerechten zum Segen, und begra-
‎‏רת ביום ג׳ כ״ז ח‏‎ ben am Tag 3, 27. Che-
‎‏שון שוינלא ל‏‎ schvan SCHÖNLE (396) der
‎‏פ״ק‏‎ kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה ‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Dienstag, 25.11.1636 ; ?; die Inschrift gibt das Begräbnisdatum an, das sehr wahrscheinlich mit dem Todestag identisch war.
Der Name, Schönle erscheint nicht explizit im Text, sondern ist aus dem Chronogramm, das das Todesjahr bildet, zu entnehmen. Das haben weder Duckesz noch die Männer des Grabbuches (und damit auch Grunwald) erkannt, denn sie datieren nicht nur falsch, sondern lassen Schönle zudem namenlos, was Duckesz "eigentümlich" findet. Die Lesung Duckesz, ‎‏שפ״א‏‎ (381) ist nachvollziehbar, er las das ‎‏ש‏‎ als ausgeschrieben, d.h. ‎‏שין‏‎ (dabei vertauscht er aber noch zwei Buchstaben [‎‏שיון‏‎ statt ‎‏שוינ‏‎] auch schreibt er ‎‏ן‏‎ statt ‎‏נ‏‎) und ‎‏פ‏‎ statt ‎‏ל‏‎ (der sonst nach oben gerichtete "Ausläufer" ist hier nach unten gerichtet, woraus ein Zeichen entstand, das einem ‎‏פ‏‎ zwar ähnelt, doch hätte es auffallen müssen, das ein ‎‏פ‏‎ anders geschrieben wird, weil unmittelbar darunter dieser Buchstabe ebenfalls vorkommt. Zudem haben die Buchstaben klare Konturen und sind überdies eindeutig in der Ausführung, so dass kein Grund bestand hier an der Korrektheit zu zweifeln). Die Datierung des Grabbuchs ‎‏שפ״ו‏‎ (386) ist hingegen kaum nachvollziehbar. Unbeantwortet bleibt die Frage, weshalb Schönle im Altonaer Memorbuch keine Erwähnung findet.
Die histor. Aufnahme zeigt das Grabmal vollständig.

Stilmittel

Reim auf -nah in Zln 2,3.
Chronogramm SCHÖNLE, die Addition ergibt 396.

Beschreibung

Maße 0,890 x 0,550 x 0,170 m
Material Sandstein
Lage Planquadrate GP
Schrift vertieft
Zustand 2006 in situ (Nr. 3349) und non in situ (Nr. 2497); Beschädigung mittel Stein in zwei Teile zerbrochen;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2005: 1. verankert und geklebt auf originalem Fundamentteil; 2. Grabdenkmal wurde ausgerichtet und standsicher versetzt; 3. Reinigung mit Dampfstrahl. (ausgeführt durch Fa. M. Kulmer)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4972, S 908 (Salzburg ... Frau geb. David, beerdigt 27. Cheschwan 5386)
shha (JG 73): -
Duckesz, Genealogie, S. 21, Nr. 2 (Inschrift) und S. 31f. (D)
Grunwald, S. 294, Nr. 3789 (Salzburg Fr. S. gb. David, 27. H. 386)

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-04-23
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Dan Bondy

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2006ff.

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3349
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3349
(letzte Änderungen - 2013-03-20 14:56)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-3349
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