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Hamburg-Altona, Königstraße 6034 Inschriften (1621-1871)

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Inv.-Nr.:
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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3331
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3331: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3331

Name


Jaakow ben Reuwen Ree [12.02.1672]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פה‏‎ Hier
‎‏נטמן איש ישר‏‎ ist geborgen, ein Mann, aufrecht
‎‏ונאמן לדבר מצוה‏‎ und getreu, zum Gebotstun
‎‏היה תמיד מוכן ומזומ׳‏‎ war er stets willens und bereit,
‎‏הניח תוך ביתו ברכה‏‎ 5 Segen hinterließ er in seinem Hause,
‎‏כי היתה פתוחה לרוחה‏‎ ›denn es war weit geöffnet‹,
‎‏רוב ימיו דרכו ומנהגו‏‎ die Mehrzahl seiner Tage war dies sein Lebens-
‎‏ככה הוא המאושר‏‎ und Leitweg, er, der beglückt ist
‎‏בכל מדור היושר‏‎ mit allen aufrechten Eigenschaften,
‎‏הקצין פרנס ומנהיג‏‎ 10 der Einflußreiche, der Vorsteher und Leiter,
‎‏[כמר י]עקב ב[ר]‏‎ der geehrte Herr Jaakow, Sohn des
‎‏[ראובן] ריא זצ״ל‏‎ Reuwen Ree, das Andenken des Gerechten zum Segen,
‎‏[לעבודת ה׳] היתה‏‎ dem Dienste des Ewigen galt
‎‏[תמיד רצונו וחשקו]‏‎ stets sein Wille und Begehr,
‎‏[הלך לעולמו ליל שבת]‏‎ 15 ›er ging hin in seine Welt‹ in der Nacht des Schabbat,
‎‏[ט״ז] אדר ראשון תל״ב‏‎ 16. des ersten Adar 432
‎‏לפ״ק תנצב״ה‏‎ der kleinen Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 6: Nach Av 1,5  Zl 15: Koh 12,5

Kommentar

Datierung Gestorben Freitagabend, 12.02.1672
Jaakow Ree ist Stammvater dieser in Hamburg, Altona und Kopenhagen einst weitverzweigten Familie. Sie zählt zu den ältesten in Hamburg. Der Name Jakob, Sohn von Ruben erscheint in der Schleswiger Akte, zudem sind seine Unterschriften er als Vorstandsmitglied in den Gemeinde Protokollen bis 1671 erhalten. Glückel weiß von ihm zu berichten, dass "er nicht sehr reich, aber ein ehrlicher Mann" war, der seine für seine Kinder "gute Heiratspartien" gemacht hat.
Zln 8b/9: Bedeutung nicht ganz klar. In der histor. Aufnahme ist eindeutig ‎‏מדות‏‎ zu sehen, (das ‎‏ר‏‎ wurde zum ‎‏ת‏‎ ergänzt). Daran richtet sich die Übersetzung und an die Bedeutung von ‎‏מאושר‏‎ nach Spr 3,18. Allerdings enthält das Grabmal Nr. hha-3332, das einst daneben stand und zwei Jahre älter ist, eine nahezu identische Eulogie, in der ebenfalls und eindeutig ‎‏מדור‏‎ zu lesen ist. In dieser Inschrift, die eindeutig als Vorlage für die hiesige diente, sind mehrere Buchstaben unvollständig ausgeführt, was auch auf das betreffende Wort hier zutreffen könnte. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass der Satz eine andere Bedeutung hat. ‎‏מדור‏‎ ist Wohnung, Abteilung, und könnte an bShab 152a anknüpfen: "jeder Gerechte erhält (in der künftigen Welt) eine Wohnung die seiner Ehre entspricht", oder an Yalk zu Psalm, Nr. 656, wonach jede sieben Gruppen im Garten Eden ihre Wohnung hat, wobei die vorzüglichste unter ihnen, die die Allgegenwart Gottes begrüßen darf, die Gruppe der Aufrechten ist.

Stilmittel

Reim auf -man in Zln 2-4, auf -chah in Zln 5,6,8 und auf scha(e)r in Zln 8,9.

Beschreibung

Maße 1,590 x 1,020 x 0,160 m
Material Sandstein
Lage Planquadrate GO
Schrift vertieft
Ornament florale Verzierung
Zustand 2006 unterer Teil in situ, oberer liegend; Beschädigung schwer;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2006: 1. verankert und geklebt auf originalem Sandsteinfundament; 2. Grabdenkmal wurde ausgerichtet und standsicher festgesetzt; 3. Reinigung mit Wasserdampf. (ausgeführt durch Fa. Jens Gothmann)

Zur Familie

Gattin: Glücklen b. Natan (Nr. hha-3284)
Söhne: Uri Feiwesch (Nr. hha-1373), Reuwen (Nr. hha-2315)
Töchter: Rachel Sara Heilche (Nr. hha-2444), Elkele (Nr. hha-3289),Bella (Nr. hha-3190), Reize (Nr. hha-2417), Brendle (Nr. hha-3305)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4660, S 859
shha (JG 73): -;
Feilchenfeld, Glückel, S. 29, 326 (Stammbaum)
Kaufmann, Glückel, S. 33
Duckesz, Genealogie, S. 7ff., S. 30, Nr. 68 (Inschrift) und S. 49f. (D)
Grunwald, S. 289, Nr. 3516;

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-04-23
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Eduard Duckesz Glasplatten © CAHJP Jerusalem, Glasplatten: HMB/2452, Inv 2326 · Digitalisat: CDB/5-7

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Dan Bondy

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2006ff.

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3331
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3331
(letzte Änderungen - 2013-04-22 06:58)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-3331
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