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Hamburg-Altona, Königstraße 6034 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3307
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3307: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3307

Name


Menachem Zion ben Salman Gabbai [23.04.1679]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פה‏‎ ›Ein
‎‏נחצב קבר והועמד ציון ׃‏‎ Grab wurde ausgehauen‹, ein Zeichen aufgestellt,
‎‏על כי אבד ממנו מנחם ׃‏‎ denn uns ging ein Tröster verloren.
‎‏פה נגנז שכל ועיון ׃‏‎ Hier verborgen ist Verstand und Überlegung,
‎‏דיין ומורה וגם חכם ׃‏‎ 5 der Rabbinatsassessor, Lehrer, ein Weiser,
‎‏חלף בלא זמן כקיקיון ׃‏‎ er ging dahin im Nu wie der ›Rizinusstrauch‹,
‎‏חבר חבר [ודו]רש וידע לחם ׃‏‎ ›Mitglied unter Kollegen‹, ein Prediger, er wusste zusammenzufügen,
‎‏ה״ה הרב [הגדול] מה״ו מנחם‏‎ es ist der große Rabbiner, unser Lehrer und Meister, Herr Menachem
‎‏ציון במה[ור״ר] זלמן גבאי‏‎ Zion, Sohn unseres Lehrers und Meisters, Herrn Salman Gabbai
‎‏מקראקא נפטר יום י״א‏‎ 10 aus Krakau, verschieden am Tage des 11.
‎‏אייר תל״ט לפ״ק תנצב״ה ‏‎ Ijar 439 der kleinen Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 1f: nach Jes 22,16  Zl 6: nach Jona 4,9  Zl 7: nach Ps 58,6

Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag, 23.04.1679
Rabbi Menachem-Zion, dessen Vornamen in Zl. 2-3 ausgedeutet werden, war Sohn eines Rabbiners in Krakau und erhielt dort seine Ausbildung bei Oberrabbiner Mosche Mendels. 1662 wurde er Rabbiner in Wodzislaw, saß sodann als Assessor im Krakauer Rabbinatsgericht und besetzte seit 1672 Stellen in Deutschland. Zuletzt war er in Altona unter Oberrabbiner Hillel mit der klassischen dreifachen Amtsaufgabe eines Rabbiners betraut, welche die Grabschrift aufzählt: als Dajan (Richter), More-Zedek (Ritualgutachter) und Chacham (Schulgelehrter). Überdies wird seine Predigertätigkeit gerühmt. Er hinterließ ein gedrucktes Werk Nechamot Zion, "Tröstungen Zions" (Frankfurt/M. 1677), bestehend aus einer Sammlung von 22 Festpredigten.
R. Menachem Zion, Sohn des Salman Gababi aus Krakau, bekannter unter dem Namen: Rabenu genannt Gewitsch war ein Schüler des Krakauer Rabbiners Mendels. 1662 war er Rabbiner in Woidislaw, 1672 Mitglied des Rabbinatsgericht in Krakau. Er verfaßte das Werk Nechamot Zion, "Tröstungen Zions", 22 Predigten, dass 1677 in Frankfurt am Main erschien. Siehe Steinschneider Nr. 6361, S. 1733; Vinograd, S. 580, Frankfurt a.M., Nr. 40; Bet Eked Sepharim, S. 723, Nr. 379. Siehe auch, Friedberg, Luchot Sikaron, S. 30f., Anm. 22
Duckesz, Chachme AHW, S. 3, Nr. 4, mit Verweis auf frühere Veröffentlichungen der Inschrift.

Stilmittel

Verseulogie: siebenzeiliges Namensgedicht mit Reim abababb ohne Akrostichon; vierhebige Verse
Reim auf -iun und chem in Zln 2-8 (den Namen einschließend).

Beschreibung

Lage Planquadrate GO
Schrift vertieft
Zustand 2006 non in situ; Verwitterung mittel; Beschädigung schwer;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4975, S 961
shha (JG 73): -
Duckesz, Chachme AHW, S. 3, Nr. 4 (H) und S. 1f. (D)
Grunwald, S. 293, Nr. 3761

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 266

Wittkower, J.S.: Agudat perachim, Altona: 1880, S. 301, Nr. 33: (Inschrift abgedruckt)

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-05-27
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Schmalstieg, Denkmalpflegerische Massnahme

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2019
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3307
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3307
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-3307
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