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Hamburg-Altona, Königstraße 6034 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3268
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3268: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3268

Name


Meschullam Salman ben Jaakow David Koppel [28.11.1706]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏משלם מעלות ׃ זקן תפס ישיבה ׃‏‎ ein Vollkommener an Vorzügen, betagter Leiter des Lehrhauses
‎‏שלוש קהלות ׃ לשפט נחת שובה ׃‏‎ der Drei Gemeinden, zu richten bei ruhiger Besinnung.
‎‏לענו מחלות ׃ מעשו שמן תורק ׃‏‎ Demütig erlitt er die Krankheiten, sein Wirken war ›köstliches Öl‹,
‎‏מכתר תהלות ׃ נר ישראל הכבה ׃‏‎ 5 gekrönt von Lobpreisungen, eine erlöschende Leuchte Israels,
‎‏חריף לגלות ׃ זנגבלא רטיבה ׃‏‎ scharfsinnig beim Entdecken, ›feuchtem Ingwer‹ gleich,
‎‏ענו ה׳ במלות ׃ משפחת ניימרק ׃‏‎ demutsvoll mit Worten vor dem Ewigen, (aus) der Familie Neumark,
‎‏הגאון מופת הדור אב״ד ור״מ‏‎ der überragende Gelehrte, Vorbild des Zeitalters, Vorsitzender der Gerichtsbarkeit und Lehrhausleiter,
‎‏מוהר״ר משלם זלמן ב׳ מוהר״ר‏‎ unser Lehrer und Meister, Herr Meschullam Salman, Sohn unseres Lehrers und Meisters, Herrn
‎‏יעקב דוד קאפיל ז״ל נפטר‏‎ 10 Jaakow David Koppel, sein Andenken zum Segen, verschieden
‎‏ונקבר יום א׳ ך״ב כסליו תס״ז‏‎ und begraben Tag 1, 22. Kislev 467
‎‏ל״ק‏‎ der Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 4: Hld 1,3  Zl 6: bPes 42b

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Sonntag, 28.11.1706 ;
Dieser älteste erhaltene Stein eines Altonaer Oberrabbiners bezeichnet die Ruhestätte von Salman Neumark-Mirels, der das Amt von 1680 bis zu seinem Tod 1707 ausübte. 1624 in Wien geboren, war auch er 1670 von der Vertreibung betroffen. Er fand zunächst in Berlin Aufnahme und wurde 1680 zum Oberrabbiner der Dreigemeinde Altona-Hamburg-Wandsbek gewählt. Mehr als ein Vierteljahrhundert lang erfüllte er die in der Inschrift genannten klassischen Rabbinerfunktionen von Lehrhausleitung, Gerichtsbarkeit und kasuistischer Gesetzanwendung. Die Metaphern von Öl, Licht und Gewürz stehen für sein subtiles Einwirken auf die Gemeinde. Zweimal nacheinander wird die demütige Geduld gelobt, mit der er die Leiden seines hohen Alters ertrug.

Stilmittel

Reim auf -lot in Zln 2-7, -wah Zln 2,3 und 5,6 und (optisch) auf -rak in Zln 4,7 (Binnenreim aaaaaa, Endreim aabaab).
Akrostichon Akrosticha in Zeilen 2-5 ‎‏משלם‏‎ Meschullam und ‎‏זלמן‏‎ Salman.

Beschreibung

Lage Planquadrate GN
Schrift vertieft
Zustand 2006 non in situ; Beschädigung schwer;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4270, S 871
shha (JG 73): -
Duckesz, Iwoh Lemoschaw, S. 8-11 (H) und S. Vf. (D), Abzeichnung Grabmals auf S. V.
Grunwald, S. 284, Nr. 3219

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 336

Wittkower, J.S.: Agudat perachim, Altona: 1880, S. 284, Nr. 1: (Inschrift abgedruckt)

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2002-04-23
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Dan Bondy

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2006ff.
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3268
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3268
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-3268
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