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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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Inv.-Nr.:
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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3258
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3258: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3258

Name


Menachem Josef ben Juda Natan [26.05.1709]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏ויאמר איש אל אחיו מן‏‎ ›Und es sprach einer zum anderen: "Man"‹
‎‏פה טמון‏‎ ist hier geborgen,
‎‏מרגניתא טבא באוצר בלום‏‎ eine schöne Perle in ›einem verborgenen Schatz‹,
‎‏נוצר פרי קודש הלולים‏‎ geschaffen ›als heilige Frucht des Freudenfestes‹,
‎‏חסד ואמת מ״ן ינצר ה׳ בזבלים‏‎ 5 ›der Milde und der Wahrheit (wegen)‹, bestelle der Ewige Man und hütet ihn in den Wohnstätten,
‎‏משכרתו יהי בכפלי כפלים‏‎ sein Lohn sei ihm doppelt und dreifach (gewährt).
‎‏ידו פשוטה לענים ודלים‏‎ Seine Hand streckte er aus den Armen und Darbenden,
‎‏ותיק וחסיד ועמו מבני אלים‏‎ ein Bewährter, ein Frommer, und mit ihm ›die Söhne der Mächtigen‹,
‎‏ספק בידיו לפטור העולם‏‎ ›er hatte es in seinen Händen‹, ›die Welt (von Strafgericht) zu befreien‹,
‎‏פרס לחמו לעניים ודלים‏‎ 10 ›sein Brot brach er den Armen und Darbenden‹,
‎‏ה״ה הראש והקצין הגוב׳‏‎ es ist das Haupt und der Einflußreiche, der Steuereinnehmer,
‎‏מנהיג הקהלה כ״ש כהר״ר‏‎ Leiter der Gemeinde, sein geehrter Name (lautet) der geehrte Meister, Herr
‎‏מנחם יוסף בן פ״ו כמהור״ר‏‎ Menachem Josef, Sohn des Vorstehers und Leiters, unseres geehrten Lehrers, des Meisters, Herrn
‎‏יודא נתן זצ״ל שהלך לעול׳‏‎ Juda Natan, das Andenken des Gerechten zum Segen, ›welcher hinging in seine Welt‹
‎‏ביום א׳ ונקבר ביום ב׳ ח״י‏‎ 15 am Tag 1 und begraben wurde am Tag 2, 18.
‎‏סיון תס״ט לפ״ק‏‎ Sivan 469 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה ‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 1: Ex 16,15  Zl 3: bGit 67a  Zl 4: Lev 19,24  Zl 5: Nach Ps 61,8  Zl 8: Vgl. Ps 29,1  Zl 9: bPes 93a | Zl 9: Nach bSuk 45b  Zl 10: Vgl. Jes 58,7  Zl 14: Vgl. Koh 12,5

Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag, 26.05.1709 ; begraben am nächsten Tag
Die histor. Aufnahmen zeigen das Grabmal noch vollständig, doch bereits liegend. Das Akrostichon gibt den Namen Menachem Josef an, in der Inschrift wird jedoch auch noch zweimal auf den Kosename Man angespielt (Zln 1+5). Der Reim in den durch das Akrostichon vorgegebenen Zeilen ist nicht ganz gelungen. Die Wiederholung ganzer Textteile wie hier in Zln 7 und 10 ist selten und könnte darauf hindeuten, daß die Eulogie aus verschiedenen Vorlagen zusammengesetzt wurde.
Zl 1: In Ex 16,15 bei Entdeckung des Manna-Brotes. Hier Hinweis auf den Namen des Verstorbenen: Man ist eine Form des Namens Menachem (ebenso in Zl 5). Zeile auf Schriftband im Giebel.
Zl 3b: In bGit 67a über Rabbi Akiwa gesagt.
Zl 5a: Anspielung auf den Namen, die die Übersetzung zu berücksichtigen sucht.
Zl 8b: Psalm 29,1 gehört zum Gottesdienst am Freitag. Das vorletzte Wort ‎‏ועמו‏‎ kann sowohl "mit ihm", als auch "und sein Volk" bedeuten. Zudem ist der letzte Buchstabe mit einer Markierung versehen, deren Bedeutung nicht geklärt ist.
Zl 15: Datum des Todestags in umgekehrter Letternfolge, sodass sich das Wort "lebend" ergibt.

Stilmittel

Reim auf -lim in Zl(n) 3-10 (in Zl 3 -lum, in Zl 9 auf -lam).
Akrostichon in Zeilen 3-10: ‎‏מנחם יוסף‏‎ mNoach^m Josef

Beschreibung

Lage Planquadrate GM GN
Schrift erhaben
Zustand 2006 non in situ, liegend; Verwitterung leicht; Beschädigung schwer in zwei Teile zerbrochen;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Liegendes Grabmal, mehrfach gebrochen: verankert, geklebt und standsicher aufsgestellt; 2. Antragung mit Restaurierungsmörtel aus restauratorischen Gründen; 3. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4211, S 879
Grunwald, S. 283, Nr. 3126

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-05-13
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2002-05-13
Fragment-3258
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2002-04-23
Fragment-3258,schriftlos

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Eduard Duckesz Glasplatten © CAHJP Jerusalem, Glasplatten: HMB/2452, Inv 2326 · Digitalisat: CDB/5-7

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Dan Bondy

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2006ff.

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3258
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3258
(letzte Änderungen - 2013-05-08 14:53)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-3258
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