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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3243
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3243: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3243

Name


Jizchak Eisek ben Menachem Man [28.10.1691]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פה‏‎ Hier
‎‏נטמן איש הי׳‏‎ ist geborgen ein Mann, er war
‎‏ראוי לישב ב‏‎ ›würdig zu sitzen‹
‎‏בעגולה בגורן ׃‏‎ im Kreise auf der Tenne,
‎‏מופלא בסנה‏‎ 5 wunderbar im San-
‎‏דרן [דן] ושופט‏‎ hedrin, Rabbinatsassessor und ›gerechter
‎‏צדק [הי׳ ל]קה׳ עד׳‏‎ Richter‹ war er für die Gemeinde
‎‏ישור׳ ׃ ה״ה דיי׳ האלו׳‏‎ Jeschuruns, es ist der Rabbinatsassessor, der Vornehme,
‎‏מהר׳ יצחק אייזק‏‎ unser Lehrer, der Meister, Herr Jizchak Eisek,
‎‏ב״מ מנחם מן זצ׳‏‎ 10 Sohn unseres Lehrers Menachem Man, das Andenken des Gerechten zum Segen.
‎‏ונרו [כבה ה׳ חש]ון‏‎ Und sein Licht erlosch (am) 5. Cheschvan
‎‏ונקב[ר בו ביו׳ ת]נ״ב‏‎ und (er) ward begraben an eben jenem Tag 452
‎‏ל׳ [׃] תנצב״ה [׃]‏‎ der Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 3: Vgl. jSota VIII 23a  Zl 6f: Ps 9,5

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Sonntag, 28.10.1691 ; ; Angabe/Berechnung aufgrund histor. Aufnahme und Grabbuch.
Ergänzungen nach histor. Aufnahme. Duckesz, Chachme AHW, S. 7, Nr. 10; Transkription: ‎‏פ״נ איש חי וראויה לישב בעגלה בגורן מופלא בסנ״ה (סנהדרין) דיין ושופט צדק היה לקהל עדת ישורין ה״ה הדיין הא״ו מהור״ר יצחק אייזיק ז״ל ונרו כבה ה׳ חשון ונקבר בו ביום תנ״ב לפ״ק‏‎
Die Transkription der Inschrift auf der zerbrochenen Grabstele des Rabbiners stützt sich zum Teil auf die Lektüre von Duckesz, dem der Stein offenbar in besserem Zustand vorlag. Duckesz fand auch im Memorbuch der Gemeinde einen Eintrag zum Gedenken an diesen Verstorbenen.
Zl 3: Zeilenfüller.
Zl 4: nach talmudischer Überlieferung saßen die Mitglieder des antiken Sanhedrin in einem Halbkreis, "gleich einer halben runden Tenne, damit sie einander sehen konnten",siehe mSan IV, 3; bSan 36b.
Zl 7b/8a: Die poetische Bezeichnung "Adat Jeschurun" wird in hebräischen Dokumenten seit dem 17. Jh. geläufig für jüdische Gemeinden, so auch die Dreigemeinde.

Beschreibung

Lage Planquadrate GN
Schrift vertieft
Ornament florale Verzierung
Zustand 2006 unterer Teil in situ, oberer liegend; Verwitterung mittel; Beschädigung schwer;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Liegendes Grabmal, mehrfach gebrochen: verankert, geklebt und standsicher aufsgestellt; 2. Antragung mit Restaurierungsmörtel aus restauratorischen Gründen; 3. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 3791, S 937; Datum: 5. Cheschvan 452; 28.10.1691
Duckesz, Chachme AHW, S. 7, Nr. 10 (H) und S. 3 (D)
Grunwald, S. 277, Nr. 2834; Datum: 5. Cheschvan 452

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-04-23
recto
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2002-05-13
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Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Schmalstieg, Denkmalpflegerische Massnahme

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2010-2012

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3243
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3243
(letzte Änderungen - 2013-04-11 15:57)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-3243
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