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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3242
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3242: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3242

Name


Jona ben Josef Rheinbach [28.05.1692]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏יונה בחגוי הסלע נתונה ׃‏‎ ›eine Taube, ins Geklüft des Felsens‹ gedrückt:
‎‏וישמח יונה כי בא מלונה ׃‏‎ ›So freute sich Jona‹, ›dass er zur Herberge kam‹,
‎‏נח נפשיה נקי וכבן שנה ׃‏‎ es ruhe seine Seele, die rein ist ›wie beim einjährigen Knaben‹,
‎‏הובל לקבר ותפר אביונה ׃‏‎ 5 er wurde zu Grabe gebracht, ›erloschen ist die Begierde‹,
‎‏שוחט ושמש לקרי׳ נאמנה ׃‏‎ der Schächter und Diener ›für die treue Stadt‹.
‎‏ה״ה האלוף כהר״ר יונה‏‎ Es ist der Vornehme, der geehrte Meister, Herr Jona,
‎‏במוהר״ר יוסף ז״ל ריינבך‏‎ Sohn unseres Lehrers und Meisters, Herrn Josef Rheinbach, sein Andenken zum Segen,
‎‏נפטר יום ג׳ י״ג סיון תנ״ב‏‎ verschieden Tag 3, 13. Sivan 452
‎‏ונקבר יום ד׳ י״ד בו תנ״ב ל״ק‏‎ 10 und begraben Tag 4, 14. desselben (Monats), 452 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה ‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: nach Hld 2,14  Zl 3: Jona 4,6 | Zl 3: nach Gen 43,21  Zl 4: bYom 22b  Zl 5: nach Koh 12,5  Zl 6: Jes 1,21.26

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 28.05.1692 ; begraben am nächsten Tag; Datum unstimmig: Der 13. Sivan fiel auf Mittwoch, laut Inschrift auf Dienstag.
Der Schächter: Geradezu zweideutig ist die Zl. 4-5 nachdrücklich wiederholte Versicherung, dass der Metzger Jona Rheinbach im Jenseits seine Begehrlichkeit verloren und eine reine Seele zurückerhalten habe. Doch lässt dies nicht unbedingt Schlüsse auf den Charakter des Verstorbenen zu Lebzeiten zu, gar im Sinne des im Jerusalemer Talmud (jKid IV, 11) ausgedrückten Vorurteils: "der beste Metzger ist ein Genosse Amaleks". Eine wohlwollendere Interpretation des Gedichts hätte bei der Beobachtung anzusetzen, dass Rheinbach trotz seiner geachteten sozialen Herkunft als "Vornehmer" und Rabbinersohn sich mit den Ämtern eines Schächters und Synagogendieners begnügte, also vielleicht schon zu Lebzeiten nach Zurückgezogenheit strebte.

Stilmittel

Verseulogie: sechszeiliges Namensgedicht mit durchlaufendem Reim und Akrostichon; vierhebige Verse
Reim auf -(o)nah in Zln 3-7.
Akrostichon in Zeilen 2-5: ‎‏יונה‏‎ Jona

Beschreibung

Lage Planquadrate GN
Schrift vertieft
Zustand 2006 in situ; Verwitterung leicht;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4663, S 938
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 289, Nr. 3527

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 133

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2002-04-23
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3242
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3242
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-3242
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