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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3214
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3214: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3214

Name


Efraim ben Reuwen Wandsbek [21.01.1692]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist geborgen
‎‏איש יקר ארך אפים ׃‏‎ ein teurer Mann, ›langmütig,‹Vgl. Ex 34,6 u. Ps 86,15
‎‏פרקו נא[ה] אמ[ת] וקים ׃‏‎ ›schön von Maß‹ , wahrhaftig und beständig,
‎‏רודף צדק וחסד וחיים ׃‏‎ ›strebend nach Gerechtigkeit‹ , ›Güte und Leben‹ ,
‎‏יניק וחכים ונקי כפים ׃‏‎ 5 ›Jung aber weise‹ ›und unschuldiger Hände‹ ,
‎‏משאו ומתנו לשם שמים ׃‏‎ ›er handelte und wandelte‹ um des Himmels willen,
‎‏ה״ה היקר כמר אפרים ׃‏‎ es ist der Teure, der geehrte Herr Efraim,
‎‏בהאלוף כ׳ ראובן וונזבעק‏‎ Sohn des Vornehmen, des geehrten Reuwen Wandsbek,
‎‏יצ״ו נפטר ונקבר יום ב׳‏‎ sein Fels und Erlöser behüte ihn, verschieden und begraben Tag 2,
‎‏ג׳ שבט ש׳ תנ״ב לפ״ק‏‎ 10 3. Schewat, im Jahre 452 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 3: nach bTaan 16a  Zl 4: Spr 21,21 | Zl 4: nach Ijob 10,12  Zl 5: bQid 32b | Zl 5: Ps 24,4  Zl 6: bSchab 31a

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Montag, 21.01.1692 ;
Detailreich und anhand origineller Epitheta aus der Zeit des Talmuds wird die Persönlichkeit und der Lebenswandel des Verstorbenen beschrieben:
Herr Efraim, dessen Name nochmals in Form eines Akrostichons der Zeilen 2 bis 6 erscheint, bestach durch seine Frömmigkeit, sein stetiges Streben nach Vervollkommnung des religiösen Lebens, das er offenbar auch in die profane Sphäre des Handels zu integrieren vermochte, seine Weisheit trotz seiner Jugend und seine Unbescholtenheit. Er verstarb zu Lebzeiten seines Vaters, der den Titel "Aluf" (der Vornehme) trug und offenbar zum führenden Kreis der Gemeinde gehörte.
Zl 3a: L. Goldschmidt übersetzt: "von tadellosem Lebenswandel".

Stilmittel

Reim Endreim auf -ajim in den Zln 2 und 4-7. Zl 3 hat lediglich einen zum Endreim passenden sog. "Augenreim".
Akrostichon in Zeilen 2-6: ‎‏אפרים‏‎ Efraim

Beschreibung

Lage Planquadrate GN
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit geschweiftem Bogenabschluß und gestuftem, scharriertem Rahmen. In den Zwickeln und auf dem Bogenscheitel Kuben mit kegelförmigen Aufsätzen. Buchstaben eingemeißelt. Im Bogenfeld die Abkürzung ‎‏פ״נ‏‎, eingefaßt von zwei gekreuzten Palmetten. Verwitterungen im oberen Drittel des Schriftfeldes. Satztrenner: Rauten; Abkürzungszeichen. Krönchen.
Ornament florale Verzierung

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 5576, S 1007
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 302, Nr. 4284

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-04-23
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Eduard Duckesz Glasplatten © CAHJP Jerusalem, Glasplatten: HMB/2452, Inv 2326 · Digitalisat: CDB/5-7

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3214
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3214
(letzte Änderungen - 2013-04-11 15:57)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-3214
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