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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3198
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3198: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3198

Name


Jeschaja ben Josef: Juspa Hekscher [05.03.1696]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ איש אשר‏‎ Hier ist geborgen ein Mann, welcher
‎‏ישא עול מנעוריו ׃‏‎ ›das Joch von Jugend an trug.‹
‎‏שכבוד נהג בהוריו ׃‏‎ Der seinen Eltern Ehre erwies.
‎‏עד כי עלה גם נאסף ׃‏‎ Bis daß er aufstieg, auch versammelt wurde.
‎‏יצא בלא משמריו.‏‎ 5 Er ging aus ohne seine Verdienste.
‎‏החצי משני דוריו ׃‏‎ Der die Hälfte von zweien seiner Generation war.
‎‏ישעיה בהר״ר יוסף ׃‏‎ Jeschaja, Sohn des Meisters, Herrn Josef:
‎‏יוזפא הקשר ז״ל נפטר‏‎ Juspa Hekscher, sein Andenken zum Segen, verschieden
‎‏ונקבר יו׳ ב׳ דר״ח אדר שני‏‎ und begraben Tag 2, an Neumond zweiter Adar
‎‏תנ״ו לפ״ק תנצב״ה‏‎ 10 456 der kleinen Zählung. Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Nach Klgl 3,27

Kommentar

Datierung Gestorben Montag, 05.03.1696
Die schlichte Grabstele ist mit einer wohldurchdachten Eulogie auf den Verstorbenen versehen. Von Jugend auf hat Herr Jeschaja sein Leben streng nach der Halacha ausgerichtet, das Gebot der Elternehrung sein Leben lang erfüllt und durch Bewahrung der Gebote sich Verdienste erworben, deren Spuren noch wahrnehmbar sind. Das abschließende Lob in Zeile sechs kann analog der Hochschätzung eines Schülers Rabbi Jochanan ben Sakkais in Pirkei Avot II,12 verstanden werden, der die Weisen Israels im Maß der Weisheit aufzuwiegen vermochte.
Zl 6 Statt ‎‏דורו‏‎ steht offensichtlich wegen des Reims ‎‏דוריו‏‎. Das Resch ist zur Zeilenfüllung lang ausgezogen.
Vgl. inhaltlich Av II,12, wo die Weisheit von Rabbi Elieser ben Hyrkanos als die aller anderen Weisen seiner Generation aufwiegend eingeschätzt wird.

Stilmittel

Reim Endreim auf riu - weisen die Zeilen 2 / 3 und 5 / 6 auf, in den die Endung -af der vierten Zeile paronomasisch einstimmt. Außerdem bilden die Zeilen 4 und 7 einen sog. "Augenreim".
Akrostichon in Zeilen 2-6: ‎‏ישעיה‏‎ Jeschajah

Beschreibung

Lage Planquadrate GN
Beschreibung Rechteckige Stele. Obere Ecken abgefast. Buchstaben eingemeißelt. Satztrenner: gerautete Punkte und Doppelpunkte. Abkürzungszeichen: gerautete Punkte und Krönchen.

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Zu tief im Erdreich stehendes Grabmal hochgezogen, standsicher versetzt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2219, S 1038; Datumsangabe: 1. Adar 456 (05.03.1696)
shha (JG 73): -
Grunwald: -

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2002-04-23
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3198
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3198
(letzte Änderungen - 2013-04-18 15:44)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-3198
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