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Hamburg-Altona, Königstraße 6022 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3195
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3195: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3195
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Name

Meir ben Efraim Hekscher [30.03.1703]          

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Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏ציון‏‎ Stele
‎‏שדה חלקת‏‎ ›des Ackers, Anteil des
‎‏מחקק ומדברא׃ ענותן [ג]ברה‏‎ Gesetzgebers‹ und Leiters, ein demütiger Mann
‎‏אספקל[רי׳ מאירה?]׃ בלע עפרא‏‎ ›(ist) ein lichter Spiegel‹, ›es verschlang (ihn) der Staub,‹
‎‏ידע לא דרופא׃ גמרא וסברה‏‎ 5 er wußte nichts von einem Arzt, ›Kundiger und Scharfsinniger‹,
‎‏ראש א״ביר [ב]א חשוב נאי ק[ר?]ה‏‎ Haupt, Vorsitzender der Gerichtsbarkeit, (Mächtiger des Hauses), angesehen, großzügig, Schriftgelehrter,
‎‏היום עד בא קדר ונתקדרה‏‎ der heutige Tag (ist) Zeuge, Dunkel kam, und es verfinsterten sich
‎‏שמשא סהרא רבא וזעירא‏‎ (die) Sonne (und der) Mond, die Große und der Kleine,
‎‏ה״ה האלוף פ״ו כמוה״ר ה׳ מאיר‏‎ es ist der Vornehme, Vorsteher und Leiter, unser Lehrer und Meister, Herr Meir,
‎‏בר אפרי[ם] העקשר ז״ל נפטר‏‎ 10 Sohn des Efraim, Hekscher, sein Andenken zum Segen, verschied
‎‏בן עד שנים יום ה׳ ונקבר יום‏‎ (im Alter von) 74 Jahren, Tag 5 und ward begraben Tag
‎‏ו׳ י״ג ניסן תס״ג לכ״ק (!)‏‎ 6, 13. Nissan, 463 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2f: Zusammenges. a. Gen 33,19 u. Dtn 33,21  Zl 4: Vgl. bSuk 45b u. Raschi z. St. | Zl 4: bBer 5b  Zl 5: Vgl. bHor 2a

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Kommentar

Datierung Gestorben Freitag, 30.03.1703 ; begraben am nächsten Tag
Die Bezeichnung ‎‏מחקק‏‎ für Mose (Dtn 33,21) weist auf die Hochschätzung und die Verantwortung des Verstorbenen. In Zl 4a mit der Prädikation ‎‏אספקלריא מאירה‏‎ eine Anspielung auf den Namen Meir.
identisch mit Nr. hha-3256; jeweils zwei identische Fragmente.
Zl 4a: In bSuk 45b und Raschi z.St. wird gesagt, daß ausschließlich 36 Gerechte einer jeden Generation die Schechina, die Einwohnung des Ewigen, das Leuchtende, zu schauen vermögen.
Zl 5b: In bHor 2a ist derjenige, der fundierte Kenntnisse der traditionellen Schriften besitzt und wiedergeben kann, mit ‎‏גמיר‏‎, und derjenige, der zu eigener Auslegung befugt ist, mit ‎‏סביר‏‎ bezeichnet.
Zl 6a: Das Wort ‎‏אביר‏‎ (Mächtiger) ist im Innern zusätzlich mit Abkürzungszeichen versehen, sodass die Titulatur ‎‏א״ב‏‎ für ‎‏אב בית דין‏‎ (Vorsitzender der Gerichtsbarkeit) erscheint.
Zl 8: ‎‏סהרה‏‎ (Leuchte, Licht) bezeichnet speziell den Mond.
Zl 11: Das Alter des Verstorbenen ist mit dem Wort yd , das sowohl "bis" als auch "Zeuge" bedeutet angegeben.
Zl 12: ‎‏לכ״ק‏‎ Verschreiber für ‎‏לפ״ק‏‎.

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Stilmittel

Reim auf -rah in Zln 3-7; auf -ra in Zln 3-5,8.
Akrostichon MEIR H[E?]KSch[R?] in Zln 3-8

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Beschreibung

Lage Planquadrate GN
Schrift erhaben
Ornament florale Verzierung
Zustand 2006 unterer Teil in situ, oberer liegend; Verwitterung mittel; Beschädigung schwer;

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Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Liegendes Grabmal, mehrfach gebrochen: verankert, geklebt und standsicher aufsgestellt; 2. Antragung mit Restaurierungsmörtel aus restauratorischen Gründen; 3. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2205, S 881; Datumsangabe: 26. Tewet 455; (13.11.1695)
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 257, Nr. 1649; Datumsangabe: 26. Tewet 455

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-07-15
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Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Schmalstieg, Denkmalpflegerische Massnahme

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2010-2012
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3195
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3195
(last modified - 2013-05-02 15:41)

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