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Hamburg-Altona, Königstraße 5996 inscriptions (1621-1871)

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Inv.-Nr.:
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Name

Schimon ben Efraim Hekscher [13.01.1695]          

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Edition und Übersetzung

‎‏נחלת‏‎ ›Erbteil des
‎‏שמעון‏‎ Schimon,
‎‏שנטל חלק תוך בני יהודה ׃‏‎ der seinen Anteil bekam inmitten der Kinder Jehudas‹,
‎‏מזאת הברכה ראוי לכבדה ׃‏‎ dank ›"Dies ist der Segen"‹, den es zu ehren gilt,
‎‏עני ודל הספיק לחם ומים ׃‏‎ 5 den Armen und Geringen versorgte er mit Brot und Wasser,
‎‏וגם כל ימיו גילה ברעדה ׃‏‎ und auch all seine Tage ›jubelte er in Zittern‹,
‎‏נשא ונתן ובאמונה הודה ׃‏‎ ›er handelte und wandelte und in Treue‹ (bestand) seine Herrlichkeit,
‎‏הישיש כ׳ שמעון בר אפרים ׃‏‎ der Greis, der geehrte Schimon, Sohn des Efraim
‎‏הקשר ז״ל נפטר ביום ה׳‏‎ Hekscher, sein Andenken zum Segen, verschied am Tag 5,
‎‏ך״ו טבת ונקבר בו ביום‏‎ 10 26. Tewet und ward begraben an eben jeben jenem Tag
‎‏שנת תנ״ה לפ״ק‏‎ des Jahres 455 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zln 1-3: nach Jos 19,1  Zl 4: nach Dtn 33,1  Zl 6: Ps 2,11  Zl 7: bShab 31a

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Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Donnerstag, 13.01.1695 ;


Inwieweit hier der Beginn der Eulogie ein Lob ausspricht, scheint fraglich. Der Bezug auf den Segen Moses, in dem der Stamm Schimon nicht bedacht wird, und der Hinweis auf den Josuavers, aus dem hervorgeht, daß der Stamm Schimon keinen eigenes Erbteil, d.h. keinen Landbesitz in Israel erhielt, sondern nur Land innerhalb des Landes, das dem Stamm Jehuda zugewiesen wurde, sind nicht nur positiv zu bewerten. Doch lassen sich die ersten drei Zeilen auch auf die Grabstelle Schimons beziehen, inmitten der Kinder Jehudas, d.h. der Kinder Israels, auf dem jüdischen Friedhof in Altona.
Zl 5a: ‎‏עני ודל‏‎ kommt als Kombination biblisch nur in Zeph 3,12 vor.
Zl 6: Der Versanfang lautet: "Dienet dem Ewigen in Ehrfurcht".

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Stilmittel


Reim Endreim auf -dah in Zln 3,4,6,7 und auf auf -ajim in Zln 5 und 8 (aabaab).
Akrostichon in Zeilen 3-7: ‎‏שמעון‏‎ Schimon

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Beschreibung


Lage Planquadrate GM
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit Rundbogen. In den Zwickeln plastisch herausgearbeitete Blumengebinde. Hervorkragende gefaste und scharrierte Rahmenleiste. Im Bogenfeld nahezu mittig untereinander die ersten beiden Worte. Das Wort ‎‏שמעון‏‎ flankiert von zwei stilisierten Blüten. Der Stein ist in Höhe der viertletzten Zeile in zwei Teile zerbrochen.
Schrift vertieft
Ornament florale Verzierung
Zustand 2006 Beschädigung mittel;

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Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Liegendes Grabmal, einfach gebrochen: verankert, geklebt und standsicher aufgestellt; 2. Antragung mit Restaurierungsmörtel aus restauratorischen Gründen; 3. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Zur Familie


Gattin: Brendle b. Jokew Ree (Nr. hha-3305)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2208, S 884; Datum: 17.01.1795 (26. Tewet 555)


shha (JG 73): -
Grunwald, S. 260, Nr. 1783; Datum: 26. Tewet 555; unter dem Datum der Inschrift verzeichnet gr: Heckscher, Meir b. Ephraim (S. 257, Nr. 1649), vgl. Grabbuch 2205, S 881

Fotografien

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Bert Sommer, Steinheim-Institut

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2002-04-23
recto
heutiges Foto
2002-05-13
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3188
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3188
(last modified - 2013-03-14 08:46)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (27132 Inschriften) angeboten werden.

Inschriften des Jahres 1695

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

 

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letztes update: 2014-08-21
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