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Hamburg-Altona, Königstraße 6039 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3171
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3171: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3171

Name


Halle bat Salman Emmerich ⚭ David Kohen [30.08.1700]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏שבח וקו חמדה ׃ לאשה מטה כבודה‏‎ Lob und Meßschnur der Kostbarkeit: für eine Frau ein ehrenhaftes Ruhelager
‎‏פ״נ‏‎ Hier ist geborgen
‎‏אשה גבירה‏‎ eine stattliche Frau,
‎‏היפה בנשים נאה בזה אלי ׃‏‎ ›die schönste unter den Frauen‹, mir hierdurch lieblich,
‎‏אשר בעלה ידע שלום אהלי ׃‏‎ 5 deren Gatte wußte: ›wohlbehalten ist mein Zelt‹,
‎‏לעלם הלכה אמרה פה מחלי ׃‏‎ in die Ewigkeit ging sie, sprach: "Hier ist meine Vergebung.
‎‏ילד אין לי [נ{ג}]ם זה רעה חלי ׃‏‎ Ein Kind habe ich nicht, auch das ist mein arges Übel.
‎‏בה׳ אשים מחסי ישלם פעלי ׃‏‎ In den Ewigen lege ich meine Zuflucht, ›er möge mein Werk vergelten‹."
‎‏זו היא הצנועה מרת האלי ׃‏‎ Dies ist die Züchtige, Frau Halle,
‎‏בת האלוף וקצין הר״ר זלמן ׃‏‎ 10 Tochter des Vornehmen und Einflußreichen, des Meisters, Herrn Salman
‎‏עמריך אשת היקר כמר דוד ׃‏‎ Emmerich, Gattin des Teuren, des geehrten Herrn David
‎‏כהן יצ״ו נפטרה ונקברה‏‎ Kohen, sein Fels und Erlöser behüte ihn, verschied und ward begraben
‎‏יום ב׳ ט״ו אלול ת״ס לפ״ק‏‎ Tag 2, 15. Elul 460 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 4: Hld 1,8  Zl 5: Ijob 5,24 und bSan 76b  Zl 8: nach Rut 2,12

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Montag, 30.08.1700 ;
Die Unfruchtbare: Die Eulogie auf Frau Hale integriert auf kunstvolle Weise eine direkte Rede der Verstorbenen, die vor allem ihre Kinderlosigkeit beklagt. In den beiden vorangehenden Zeilen scheint der Ehemann zum Ausgleich ihre übrigen weiblichen Tugenden zu rühmen: Schönheit, Häuslichkeit, eheliche Liebe. Der Name der Verstorbenen ist nicht nur wie üblich Akrostichon und Schlussreim der Verseulogie, in deren Anfangszeile noch ein drittes Mal als Buchstabenfolge genannt.

Stilmittel

Verseulogie: sechszeiliges Namensgedicht mit durchgehendem Reim und Akrostichon; vierhebige Verse
Reim auf -li in den Zln 4-9.
Akrostichon in Zeilen 4-7: ‎‏האלי‏‎ Halle

Beschreibung

Lage Planquadrate HM
Symbol geknickte Blume
Ornament florale Verzierung; gestalterische Verzierung, insbesondere aufgespannter Mantel

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 636, S 894
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 236, Nr. 428

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 129

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-04-23
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3171
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3171
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

 

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