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Hamburg-Altona, Königstraße 6022 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3149
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3149: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3149
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Name

Schmuel Sanwel ben Meir Hekscher [25.09.1694]          

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Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏אל‏‎ ›Um
‎‏הנער‏‎ diesen Knaben
‎‏זה התפללתי כהלכה ׃‏‎ habe ich gebetet‹ nach Kräften :
‎‏נסע ולחופה לא זכה ׃‏‎ Er reiste ab, und der Traubaldachin war ihm nicht vergönnt.
‎‏ויאמר אליו אתי אל ׃‏‎ 5 Er sprach zu sich: Gott ist bei mir
‎‏לסור ויכס בשמיכה ׃‏‎ im Fortgehen ›und deckte sich mit dem Tuch‹.
‎‏לעת פטירתו מר בכה ׃‏‎ Zur Zeit seines Hinscheidens war ›bitteres Weinen‹:
‎‏ה״ה הבחור כ׳ שמואל ׃‏‎ es ist der Jüngling, der geehrte Schmuel
‎‏זנויל בר מאיר הקשר‏‎ Sanwel, Sohn des Meir Hekscher,
‎‏ז״ל נפטר ונקבר יום ו׳ ו׳‏‎ 10 sein Andenken zum Segen, starb und ward begraben Tag 6, 6.
‎‏תשרי תנ״ה לפ״ק‏‎ Tischri 455 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zln 1-3: 1Sam 1,27  Zl 6: nach Ri 4,18  Zl 7: nach Jes 33,7

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Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Samstag, 25.09.1694 ; ; Datum unstimmig: Der 6. Tischri fiel auf einen Samstag, laut Inschrift auf einen Freitag.
Die letzten Worte des Knaben: Die schlichte Ausführung des Steins erklärt sich aus der Jugend des Verstorbenen, vielleicht auch aus der einfachen sozialen Status seines Vaters, bei dem der sonst übliche Titel "der Geehrte" fehlt. Dennoch hat auch der junge Schmuel ein gereimtes Grabgedicht erhalten. Aus der Perspektive seiner Eltern wird ihm als eines bei der Geburt ersehnten und bei seinem frühen Tod beweinten Kindes gedacht, doch auch an Schmuels eigenes Gottvertrauen in seiner Sterbestunde erinnert.
Zln 1-3: Angelehnt an das Gebet Hannas um Nachkommenschaft.

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Stilmittel

Verseulogie: sechszeiliges Namensgedicht mit Reim aabaab und Akrostichon; dreihebige Verse
Reim auf -ah und -el in den Zln 3-7.
Akrostichon in Zeilen 3-6: ‎‏זנויל‏‎ Sanvel

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Beschreibung

Lage Planquadrate GM
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit flach geschweiftem Abschluß ohne jede Verzierung. Die Inschrift ist eingemeißelt. Die beiden ersten Worte stehen vergrößert mittig untereinander im Bogenfeld. TaNZeWaH ebenfalls zentriert und vergrößert.

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Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2218, S 1017
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 258, Nr. 1662 (? mit falschem Datum: 10. Ab 474)

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 131

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Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2002-05-15
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3149
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-3149
(last modified - 2015-07-21 22:38)

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Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-3149
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