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Hamburg-Altona, Königstraße 6022 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-3143
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-3143: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-3143

Name

Selig ben Schmuel Warburg [14.06.1700]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist geborgen
‎‏איש‏‎ ein Mann
‎‏זריז חכם ותנא ופליג ׃‏‎ flink, weise, er lehrte und differenzierte
‎‏עבד ה׳ כלי שרת ומזליג ׃‏‎ ›Knecht des Ewigen‹, (als Sein) ›Dienstgerät‹ und Gabel,
‎‏לתורה השכים והפליג ׃‏‎ 5 zur Tora stand er früh auf und zeichnete sich aus
‎‏יבא שלום ל[הרים] דליג ׃‏‎ ›er geht in Frieden hin‹, ›hüpfend zu den Bergen‹,
‎‏ג[ש ערפל] ביתו [הבליג] ׃‏‎ er trat der Dunstwolke näher, sein Haus findet Tröstung,
‎‏האלוף החבר הר״ר זעליג ׃‏‎ der Vornehme, der Gelehrte, der Meister, Herr Selig,
‎‏בהאלוף הר״ר שמואל וורברג‏‎ Sohn des Vornehmen, des Meisters, Herrn Schmuel Warburg,
‎‏זצ״ל נפטר ונקבר יום ב׳‏‎ 10 das Andenken des Gerechten zum Segen, verschied und ward begraben Tag 2,
‎‏ך״ז סיון שנת ת״ס לפ״ק‏‎ 27. Sivan, Jahr 460 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 4: Dtn 34,5 | Zl 4: 2Chr 24,14  Zl 6: Jes 57,2 | Zl 6: nach Hld 2,8

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Montag, 14.06.1700 ;
Selig Warburg gehörte wie schon sein Vater zu den führenden und angesehenen Mitgliedern seiner Gemeinde. Er trägt den niederen, dem Rabbiner nachgeordneten Gelehrtentitel des Chawer. Ohne eine rabbinische Funktion auszuüben, begann er den Tag mit Talmudstudien und hatte Kenntnisse der talmudische Kasuistik erworben: Daher wird er wie Mosche als "Knecht des Ewigen" bezeichnet und mit den Kultgeräten des Tempelopfers verglichen.
Zl 7b: genaue Sinn des Verbums ‎‏הבליג‏‎ strittig; der Kontext legt "verderben" (Am 5,9) oder aber "sich erheitern, erquicken, kräftigen" nahe (Ps 39,14, Ijob 9,27; 10,20), möglicherweise auch "Heilung, Trost finden" (Jer 8,18); die Bedeutung im gegenwärtigen Hebräisch ist "Selbstbeherrschung, Zurückhaltung üben".
Zl 9: Der Name Warburg ist hier defektiv Warberg geschrieben.

Stilmittel

Reim auf -lig in den Zln 3-8.
Akrostichon in Zeilen 3-7: ‎‏זעליג‏‎ Selig

Beschreibung

Lage Planquadrate GM
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit geschweiftem Bogenabschluß. In den Zwickeln Reste kubusförmiger, sich nach oben verjüngender Aufsätze. Rahmen scharriert. Vertieftes Inschriftenfeld. Buchstaben eingemeißelt. Im Bogenfeld mittig untereinander die Abkürzung ‎‏פ״נ‏‎ und das Wort ‎‏איש‏‎.
Abkürzungszeichen Trennzeichen: Rauten; Abkürzungszeichen: Krönchen.
Zustand 2006 Von Zeile 3 bis Zeile 6 ist die Inschrift abgeblättert;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Zu tief im Erdreich stehendes Grabmal hochgezogen, standsicher versetzt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Zur Familie

Vater: Jacob Samuel Warburg (Nr. hha-2478)
Mutter: Rachel Reize bat Schimschon (Nr. hha-2432)
Gattin: Ferka bat Mosche (Nr. hha-3179)
Töchter: Riwka Reize Warburg (Nr. hha-9282), Rechel Rachel (Nr. hha-3447)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 5578, S 1014
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 303, Nr. 4302, S. 341, 3 (Inschrift)

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 387

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-05-15
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Eduard Duckesz Glasplatten © CAHJP Jerusalem, Glasplatten: HMB/2452, Inv 2326 · Digitalisat: CDB/5-7

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Schmalstieg, Denkmalpflegerische Massnahme

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2010-2012

Zitation der Inschrift

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