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Hamburg-Altona, Königstraße 6023 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-2540
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2540: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-2540

Name

Rosa ⚭ Chajim [...] [25.08.1639]
Ester
...          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏זאת‏‎ ›Dies
‎‏מצבת קבורת‏‎ ist das Grabmal‹
‎‏האשה הצנועה‏‎ der züchtigen Frau,
‎‏מרת רוזה אשת‏‎ Frau Rosa, Gattin des
‎‏חיים ז.ל[..] [ש]נפט‏‎ 5 Chajim [...], die verschied
‎‏רה ביום כ״ה לחדש‏‎ am 25. Tag des Monats
‎‏אב שנת שצ״ט [לפ״ק]‏‎ Aw des Jahres 399 der kleinen Zählung,
‎‏ושתי בנותיה אצלה‏‎ und ihre beiden Töchter (ruhen) bei ihr,
‎‏אסתר מראשתיה‏‎ Ester zu ihren Häupten
‎‏ומצדה (?) לרישה (?)‏‎ 10 und an ihrer Seite ...

 

 Zl 1f: Gen 35,20

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 25.08.1639 ; die Angabe ist nicht ganz sicher, dieses Datum, Tag 5, 25. Aw ist jedoch in sich stimmig und aus der verwitteren Inschrift durchaus rekonstruierbar.
Nach unsere Lesung (Zl 8) wurden neben Ester ihre beiden Töchter begraben. Den Namen der einen, Ester, geben auch die anderen Quellen an. Ein möglicher zweiter Name, der sich in Zl 10 verbirgt, ist in den anderen Quellen nicht erwähnt. Laut Duckesz (S. 33) sei der Grabstein für die Tochter Ester verloren, doch spricht ja geradezu ihre Erwähnung bei ihrer Mutter dafür, dass dieses auch ihr Grabstein ist. Unklar ist auch die Quelle der Angabe im Grabbuch, Rosa und ihre Tochter Ester seien in einer Epidemie gestorben. Zwar spricht alles dafür, nicht zuletzt auch das Grabmal,das genau wie bei den anderen Opfern der Epidemie anders herum aufgestellt wurde als die übrigen Grabmale, doch läßt sich dies aus der Inschrift selbst nicht entnehmen.
Zl 4: Der Name ist auch im Grabbuch und bei Grunwald mit Rosa angegeben, Duckesz schreibt Röschen (‎‏ריסכן‏‎).
Zl 5: Das Wort nach dem Namen des Gatten mag ein Zuname, eine Formel oder beides sein. Duckesz, Grunwald und das Grabbuch helfen bei der Lösung nicht.
Zln 5/6: Zeilenübergreifendes Wort.
Zln 6/7: Die Datierung scheint eindeutig. Unklar ist, warum die drei genannten statt ‎‏לחדש אב‏‎, im Monat Aw, ‎‏חשון‏‎, Cheschvan als Monatsname gelesen haben. Da sie alle den gleichen Fehler begehen, ist zu bezweifeln, dass es sich um drei voneinander unabhängige Leseversuche handelt.
Zl 9: Das ‎‏י‏‎ in ‎‏מראשתיה‏‎ ist über dem Wort hinzugefügt. Langgezogenes ‎‏ה‏‎ dient als Zeilenfüller.
Zl 10: Die Lesung ‎‏ומצדה‏‎, an ihrer Seite, ist nicht ganz sicher. Das zweite Wort, ein Name?, ist unklar. Eindeutig sind die beiden letzten Buchstaben, von denen das ‎‏ה‏‎ langgezogen ist.

Beschreibung

Maße 0,930 x 0,570 x 0,100 m
Material Sandstein
Lage Planquadrate FR
Schrift vertieft
Zustand 2006 in situ; Verwitterung mittel; Beschädigung leicht;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2007: 1. Grabdenkmal wurde ausgerichtet und standsicher versetzt; 2. Reinigung mit Wasserdampf. (ausgeführt durch Carl Schütt + Sohn GmbH)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 567, S 1021 (Chajim Rosa, Frau mit ihrer Tochter Esther in Epidemie ..., 28. Cheschwan 5399)
shha (JG 73): -
Duckesz, Genealogie, S. 22, Nr. 12 (Inschrift) und S. 33 (D)
Grunwald, S. 236, Nr. 399 (Rosa Fr. und Tochter Esther - an einer Epidemie -, 28. H. 399)

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 243

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2002-04-24
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2540
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-2540
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

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