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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-2061
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2061: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-2061

Name


Gelle Riwka bat Juda ⚭ Löb Heilbut [03.10.1730]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט אשה‏‎ Hier ist geborgen eine Frau,
‎‏הגונה היקרה וישרה‏‎ würdig, die Teure und rechtschaffen,
‎‏מ׳ געלה רבקה בת כ׳‏‎ Frau Gelle Riwka, Tochter des geehrten
‎‏יודא אשת כ׳ ליב‏‎ Juda, Gattin des geehrten Löb
‎‏היילבוט מתה ילדה‏‎ 5 Heilbut, starb als jung
‎‏ויולדת ליל ד׳ ונקבר׳‏‎ und gebärend Nacht 4 und ward begraben
‎‏יום ה׳ ך״ג תשרי‏‎ Tag 5, 23. Tischri
‎‏תצ״א לפ״ק‏‎ 491 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Dienstag, 03.10.1730 ; begraben am nächsten Tag; Datum unstimmig: Der 23. Tischri fiel auf Mittwoch, laut Inschrift auf Donnerstag. Vgl. Datumsangabe Grunwald
Die knappe Eulogie auf Frau Riwka gebraucht im einführenden Teil konventionelle Wortverbindungen, die persönliche Eigenschaften eher abstrahierend zusammenfassen. In Zeilen 5 und 6 ist mit der Anspielung auf Rachels Sterben beim Gebären auch auf die näheren Umstände von Frau Riwkas Tod hingewiesen.
Nach dem Verzeichnis von Grunwald ist das Todesjahr 490. In diesem Jahr ist der 23. Tischri aber ein Sonntag und überdies Simchat Tora, an dem in der Regel keine Beerdigung stattfinden kann.
Plausibler scheint aber die Epitaphangabe: nach dieser ist Frau Gelle Riwka in der Nacht von Mittwoch, dem 23. Tischri, der auch Simchat Tora war, auf Donnerstag, den 24.Tischri gestorben. Das Todesdatum wäre demnach irrtümlich als Begräbnisdatum eingemeißelt. Auffällig bleibt aber, dass "Simchat Tora" nicht erwähnt ist.
Zl 5: Zu ‎‏מתה‏‎ vgl. Gen 35,12; zu ‎‏יולדת‏‎ und ‎‏ילדה‏‎ vgl. Mi 5,2 und Jer 15,9.

Stilmittel

Reim Binnenreim auf -ah in Zl 2.

Beschreibung

Lage Planquadrate FH
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit flach eingezogenem Bogen und schmaler, scharrierter Rahmenleiste. Eckakroterien. ‎‏פ״ט אשה‏‎ halb ins Bogenfeld hineinreichend.
Schrift erhaben

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2183, CII 584; Datumsangabe: 16.10.1729 (23. Tischri 490)
shha (JG 73), S. 61, Nr. 5; Gelle, Gattin von Löb, Sohn von Wolf Heilbut, beigelegt links der Gattin von Jaakow Frankfurter
Grunwald, S. 260, Nr. 1818; Datumsangabe: 23. Tischri 490

Fotografien

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Bert Sommer

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2002-04-21
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2061
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-2061
(letzte Änderungen - 2013-03-17 20:15)

 

Steinheim-Institut
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