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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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Inv.-Nr.:
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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-2052
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2052: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-2052

Name


Golda bat Awraham Dajan ⚭ Aharon ben Seligmann Levi [28.04.1731]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏אוי לנו‏‎ Wehe uns,
‎‏כי נגזר׳ הגזרה אשר בתוך‏‎ ›denn das Urteil ist gefällt‹, das in
‎‏גל דא מונח׳ עטרותינו‏‎ dieses Denkmals unsere Krone gelagert ist,
‎‏אשת חיל הית׳ לבעלה ה׳‏‎ ›eine tüchtige Frau war sie für ihren Gatten‹, es ist
‎‏הצנועה מרת גאלדה בת‏‎ 5 die Züchtige, Frau Golda, Tochter
‎‏המופלג מהור״ר אברהם‏‎ des Ausgezeichneten, unseres Lehrers und Meisters, Herrn Awraham
‎‏דיין אש׳ כ׳ אהרן ב״ז לוי‏‎ Dajan, Gattin des geehrten Aharon, Sohn des Seligmann Levi,
‎‏נפטר׳ יש״ק אחרון ש״פ‏‎ verschieden (am) Tage des heiligen Schabbat, dem letzten Tag von Pessach,
‎‏ונקבר׳ יו׳ א׳ א״ח תצ״א [לפ״ק]‏‎ und begraben Tag 1, (am) Nachfeiertag von Pessach, 491 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ 10 Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Vgl. bBer 58b u. ö.  Zl 4: Nach spr 12,4

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 28.04.1731 ; begraben am nächsten Tag
Zl 3: Das mask. ‎‏גל‏‎ ist offenbar mit einem aramäischen fem. Demonstrativpronomen versehen, um den Namen "Golda" paronomastisch vorwegzunehmen. Daß das (abgekürzte) Prädikat ebenfalls eine Femininform aufweist, könnte seinen Grund im Bemühen um Angleichung an ‎‏דא‏‎ und um Herstellung eines Binnenreims parallel zu ‎‏נגזר׳ הגזרה‏‎ haben. Möglich wäre auch, daß ‎‏עטרתינו‏‎ (unsere Krone) statt der Pluralform ‎‏עטרותינו‏‎ gemeint ist. Dadurch würde sich folgende Übersetzung ergeben: "denn ein Urteil ist gefällt, das inmitten eines Denkmals (festgesetzt) ist. Diese unsere Krone (die Verstorbene) ist liegend." Die Satzkonstruktion der hebräischen Inschrift könnte auch hierbei auf die paronomasische Vorwegnahme des Namens "Golda" rückführbar sein.
Zl 7: ‎‏ב״ז‏‎ aufgelöst als "Sohn des Seligmann".

Stilmittel

Reim Binnenreim auf -ah bzw. a-Laut in Zln 2 bis 5.

Beschreibung

Lage Planquadrate FH
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit geschweiftem, eingezogenem Bogen und Eckakroterien. Gefaster, vorkragender, scharrierter Rahmen. Im Bogenfeld die ersten Worte der Klage.
Schrift erhaben
Zustand 2006 Verwitterung leicht;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 3294, CII 541
shha (JG 73), S. 63, Nr. 10; Golda, Gattin von Aharon, Sohn von Seligmann Levi, beigelegt links der Frau des Aharon Austerlitz (Nr. hha-2054, CII 539)
Grunwald, S. 273, Nr. 2571

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2002-04-21
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-2052
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-2052
(letzte Änderungen - 2015-01-18 18:47)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-2052
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