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Hamburg-Altona, Königstraße 6022 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1830
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1830: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1830

Name

Naftali Hirz ben Schimschon Popert [14.12.1752]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏נפתלי אילה שלוחה‏‎ ›Naftali, eine entsandte Hindin,‹
‎‏פ״נ הצדיק למנוחה‏‎ hier ist begraben der Gerechte zur Ruhe,
‎‏תמים דעים ולבריות נוחה‏‎ ›von lauterem Sinn‹ und den Menschen angenehm,
‎‏לו יאמרו כולם ככה‏‎ Alle sagen von ihm so,
‎‏יבא בשלום על משכבותם‏‎ 5 ›er gehe hin zum Frieden, auf ihren Lagern
‎‏ינוחו‏‎ mögen sie ruhen‹,
‎‏הרץ למצות לשמור כהלכה‏‎ Er eilte zu den Geboten, um sie nach Gebühr zu wahren,
‎‏ה״ה צדיק ועניו פו׳ כ״ה נפתלי‏‎ ein Gerechter und Demütiger, Vorsteher und Leiter, der geehrte Herr Naftali
‎‏הירץ בן כ״ה שמשון פופרט‏‎ Hirz, Sohn des geehrten Herrn Schimschon Popert,
‎‏נפטר ונקבר יום ה׳ ז׳ טבת‏‎ 10 verschieden und begraben Tag 5, 7. Tewet
‎‏[ת]קי״ג לפ״ק‏‎ 513 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
‎‏עם שצו״צ בג״ע א׳‏‎ mit den übrigen gerechten Männern und gerechten Frauen im Garten Eden, Amen

 

 Zl 1: Gen 49,21  Zl 3: Vgl. Ijob 37,16  Zl 5f: Nach Jes 57,2

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Donnerstag, 14.12.1752 ;
Das Zitat in der Kopfzeile, welches dem Jakobsegen entstammt, spielt auf den Träger desselben Namens an. Naftali zeichnete sich durch hohe Tugenden aus, v. a. durch seine Verbundenheit mit der Tora und den Geboten, die ihn zu seiner aufrechten Wesensart und seinem Gerechtigkeitssinn anleiteten, sodaß er sogar "Zaddik", Gerechter, Frommer, genannt wird und so zu den hoch Geehrten zählt. Die Ruhe, in die er in Frieden eingegangen sei, wie aus dem Zitat in Zeile 5 hervorgeht, und sein angenehmes Wesen, haben alle die gleiche Wortwurzel ‎‏נוח‏‎. Diese Worte wirken auf den Leser tröstlich, beruhigend.
Zl 4: Vgl. den Hymnus der Pessach-Haggada: ‎‏כי לו נאה‏‎, in dem der Refrain mit ‎‏יאמרו לו‏‎ beginnt und der hier eine Wortumstellung erfahren haben könnte.
Zl 8: Zu ‎‏צדיק ועניו‏‎ vgl. Raschi zu bSuk 45b.
Zl 13: Statt "gerecht" lässt sich "zaddik" auch mit "fromm" wiedergeben.

Stilmittel

Reim Endreim auf -ucha in Zln 1,2, 3, und auf -cha in Zln 4,7.
Akrostichon in Zeilen 1-5, 7: ‎‏נפתלי הרץ‏‎ Naftali hr^c

Beschreibung

Lage Planquadrate FF
Beschreibung Hochrechteckige Stele mit geschweiftem, flachem Bogen als Abschluss und mit Eckakroterien. Das vertiefte Schriftfeld ist von einem schmalen, scharrierten Rahmen umgeben. Die Schrift ist erhaben. Die Kopfzeile folgt dem Bogenverlauf. Die Letternkombination für die Jahreszahl und die "kleine Zählung" ist unter dem Text am Anfang und am Ende der Zeile platziert.
Schrift erhaben
Ornament florale Verzierung
Zustand 2006 Beschädigung leicht;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2012: 1. Zu tief im Erdreich stehendes Grabmal hochgezogen, standsicher versetzt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4544, N 2978
shha (JG 73), S. 182, Nr. 9; der betagte Hirz Popert, beigelegt links von seiner Gattin Rechle (!) (Nr. hha-1831, N 2977).
Duckesz, Chachme AHW, S. 81 (H) und S. 28 (D)
Grunwald, S. 288, Nr. 3453

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2001-10-17
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1830
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1830
(last modified - 2013-07-25 12:15)

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Inschriften des Jahres 1752

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