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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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Inv.-Nr.:
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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1721
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1721: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1721

Name


Jecheskel ben Awraham (Jecheskel Katzenellenbogen) [09.07.1749]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ בעל מחבר תשובת‏‎ Hier ist begraben der Verfasser der Responsen:
‎‏כנסת יחזקאל‏‎ Jecheskels Versammlung,
‎‏ולחם יחזקאל‏‎ und Jecheskels Brot,
‎‏ומים יחזקאל‏‎ und Jecheskels Wasser,
‎‏הרב [המפו]רסם‏‎ 5 der weitbekannte Rabbiner,
‎‏אב״ד מהור״ר יחזקאל‏‎ Vorsitzender der Gerichtsbarkeit, unser Lehrer, der Meister, Herr Jecheskel,
‎‏ב׳ המפורסם מהור״ר‏‎ Sohn des weitbekannten, unseres Lehrers, des Meisters, Herrn
‎‏אברהם זלה״ה‏‎ Awraham, sein Andenken zum Leben in der künftigen Welt,
‎‏קצנאלפוגן אב״ד דשל׳‏‎ Katzenellenbogen, Vorsitzender der Gerichtsbarkeit der drei
‎‏קהלות אלטונ׳ המבור׳‏‎ 10 Gemeinden: Altona, Hamburg,
‎‏וונזבעק נפטר ונקבר ‏‎ Wandsbek, verschieden und begraben
‎‏יום ד׳ ך״ג תמוז תק״ט לפ״ק‏‎ Tag 4, 23. Tammus 509 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens
 Metalltafel
Jecheskel Katzenellenbogen
1669-1749 15
Restored 1994 by descendants
David Allan. Daniel. Weiner - Stockholm

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 09.07.1749
Jecheskel Katzenellenbogen, zwischen 1714 und 1749 Oberrabbiner in Altona, zählt zu den osteuropäischen Gelehrten, die am meisten zur Berühmheit des Sitzes beitrugen. 1668 in Litauen geboren, erwarb er seine talmudische Ausbildung in Lemberg und Brest-Litowsk, heiratete die Tochter des dortigen Gemeindevorstehers und wirkte in mehreren litauischen Gemeinden, bevor er den Ruf nach Altona erhielt. Katzenellenbogen verfasste die Responsensammlung Knesset Jecheskel (Altona 1733), den Talmudkommentar Lechem Jecheskel und den Predigtband Maim Jecheskel, der erst 1786 gedruckt wurde. Er war im Kampf gegen die Sekte der Sabbatianer aktiv, legte deren Mitglieder 1726 in den Bann und untersagte die Lektüre aller kabbalistischen Schriften, die in den letzten sechzig Jahren erschienen waren. Jakob Emden, der die Ketzerjagd fortsetzen sollte, erfuhr bei seiner Ankunft in Altona 1733 zeitweilig die Unterstützung des Oberrabbiners. Unter den oft umfangreichen Rabbinereulogien des Altonaer Friedhofs ist seine Inschrift außergewöhnlich schlicht, da sie nur die objektiven Amts- und Werkdaten aufführt. Aus Bescheidenheit hatte sich der Verstorbene darüber hinausgehendes Lob in seinem Testament verbeten, das auch die Bestattungszeremonien genau regelte. Sein Nachfolger, der Oberrabbiner Jakob Ettlinger, übernahm diese testamentarischen Bestimmungen und erhielt daher eine ebenfalls auf bibliographische Angaben reduzierte Grabschrift.

Beschreibung

Maße 1,570 x 0,580 x 0,130 m
Material Sandstein
Lage Planquadrate FE
Schrift erhaben
Symbol Amtssymbol: Buch
Ornament florale Verzierung, insbesondere Palmetten; gestalterische Verzierung
Zustand 2006 in situ; (Nach Restaurierung nur noch) Beschädigung leicht;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2007: Grabmal lotrecht ausgerichtet, Endreinigung (ausgeführt durch Carl Schütt + Sohn GmbH)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 3076, N 3073
shha (JG 73), S. 541, Nr. 1 (Einträge der Rabbiner); unser Lehrer und unser unser Meister, der wundervolle, überragend große Gelehrte, ausgezeichnet in Tora, Vorsitzender der Gerichtsbarkeit der Dreigemeinden: Altona, Hmburg, Wandsbek, beigelegt links von seiner Gattin (hha-1722, N 3072).
Duckesz, IWOH Lemoschaw, S. 21-29 (H) und S. IXf. (D)
Grunwald, S. 268, Nr. 2297

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 338

Wittkower, J.S.: Agudat perachim, Altona: 1880, S. 285, Nr. 4: (Inschrift abgedruckt)

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2001-10-14
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1721
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1721
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-1721
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