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Hamburg-Altona, Königstraße 6021 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1718
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1718: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1718
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Name

Elkele bat Jizchak Schapira ⚭ Jehonatan Eibeschütz [24.12.1754]          

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Edition und Übersetzung

‎‏יו״ד טבת נהפך לדוי ולק[י]נה שירה‏‎ Der Zehnte Tewet verkehrte sich zum Weh- und Trauergesang (515)
‎‏לפ״ק‏‎ der kleinen Zählung.
‎‏עטרת ראש נפלה ונמס לבב‏‎ ›Gefallen ist die Krone des Hauptes‹, ›zerschmolzen das Herz‹,
‎‏לוית חן ה[ר]בני׳ חכמנית צדקנית‏‎ ›ein anmutiger Kranz‹, die Rabbinersgattin, weise und wohltätig,
‎‏מרת עלקלי בת‏‎ 5 Frau Elkele, Tochter
‎‏קוטר [ושלשלת] היחס הגאון הגדול‏‎ edler Verbindung der Ahnenkette, des überragend großen Gelehrten,
‎‏ה״ה [מוהר״ר יצחק] שפירא ראש קהלי‏‎ des geehrten Herrn, unseres Lehrers und Meisters, Herrn Jizchak Schapira, Haupt der Gemeinde,
‎‏לקוח[ה לאשה ל]ה״ה מהור״ר יהונתן‏‎ zur Gattin genommen vom geehrten Herrn, unserem Lehrer, dem Meister, Herrn Jehonatan ,
‎‏אב״ד דק״ק [א]ה״ו וגלילת ארץ‏‎ dem Vorsitzenden der Gerichtsbarkeit der heiligen Gemeinde(n) Altona, Hamburg, Wandsbek und der Landesbezirke;
‎‏ילאה איש לתנות תהלתה ומעשה‏‎ 10 erschöpft ist der Mann, der ihren Ruhm verkündet und über ihr Tun
‎‏ברב שבח‏‎ voll des Lobes ist,
‎‏זכות מעשה טוב פעלה לבלי‏‎ das Verdienst ihres Tuns, die Güte ihres Wirkens
‎‏מספר וחק‏‎ sind zahlreich und grenzenlos,
‎‏לצרור חיים עלתה ותנוח מקום‏‎ zum Bündel des Lebens stieg sie hinauf und ruhen möge sie an ›dem Ort,
‎‏נורא ושפירא‏‎ 15 der Ehrfurcht gebietet‹ und schön ist

 

 Zl 3: nach Klgl 5,16 | Zl 3: Ez 21,12  Zl 4: Spr 4,9  Zl 14f: Gen 28,16

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Kommentar

Datierung Gestorben Dienstag, 24.12.1754
Alle Ergänzungen nach Duckesz, der das Grabmal "abbildet". Unklar ist, weshalb bei ihm die Zeileneinteilung anders ist als auf dem Grabmal, während der Text offensichtlich identisch ist, auch wenn er das Akrostichon übersieht. Gab es ein früheres Grabmal? Oder war die genaue Zeileneinteilung, anders als bei Eibeschütz selbst, hier zweitrangig?
Zl 1: "Verkehrte sich" ist auch optisch gemeint, denn ‎‏דוי‏‎, Weh ist die umgekehrte Reihenfolge der Buchstaben des Monatstages ‎‏יוד‏‎.

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Stilmittel

Chronogramm in Zl 1: Die Addition der Buchstaben im markierten Wort ‎‏שירה‏‎ ergibt das Todesjahr 515.
Akrostichon in Zeilen 3,4,6,8,10,12,14 ‎‏עלקיל ז״ל‏‎ Elkele S"L (ihr Andenken zum Segen) und Telostichon in Zeilen 3,5,7,9,11,13,15 ‎‏בת יצחק שפירא‏‎ Tochter des Jizchak Schapira.

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Beschreibung

Maße 1,650 x 0,730 x 0,140 m
Material Sandstein
Lage Planquadrate FE
Schrift erhaben
Zustand 2006 in situ; Verwitterung stark; Beschädigung mittel (Stein war in drei Teile zerbrochen und wieder zusammengesetzt);

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Denkmalpflegerische Maßnahmen

2007: Grabmal lotrecht ausgerichtet, Endreinigung (ausgeführt durch Carl Schütt + Sohn GmbH)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 990, N 3077
shha (JG 73), S. 194, Nr. 8; die Rabbinergattin, die Stattliche, Frau Elkel, Gattin des überragend großen Gelehrten, des Vorsitzenden der Gerichtsbarkeit der Dreigemeinden, des Geehrten, unseres Lehrers, des Meisters, Herrn Jehonatan, der Barmherzige hüte und erhalte ihn, beigelegt links vom Leiter, dem Meister, Herrn Salman Wallich (Nr. hha-1719, N 3076), und zwischen ihnen eine reservierte Grabstelle.
Duckesz, Iwoh Lemoschaw, (nach) S. 45 (H)
Grunwald, S. 241, Nr. 726

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 339

Fotografien

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Bert Sommer

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2001-10-14
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Eduard Duckesz Glasplatten © CAHJP Jerusalem, Glasplatten: HMB/2452, Inv 2326 · Digitalisat: CDB/5-7

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1718
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1718
(last modified - 2015-07-21 22:38)

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