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Hamburg-Altona, Königstraße 6001 inscriptions (1621-1871)

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Inv.-Nr.:
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    «    [2168/6001]    »     »|
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Name

Rösche bat Bendit ⚭ Jeschajahu [10.02.1775]          

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Edition und Übersetzung

‎‏ויהי׳ חיי שרה שבעים ושנים שנה‏‎ ›Und das Leben Saras währte‹ zwei und siebzig Jahre -
‎‏שושנה עלתה למעלה למרומה‏‎ Eine Rose stieg nach oben hinauf zu ihrer Höhe,
‎‏צדקה עשתה כאביגל ׃ טעמה‏‎ Wohltun übte sie wie Awigail, ›spürte
‎‏כי טוב סחרה צנועה היתה בדבורה‏‎ daß ihr Erwerb gut‹, züchtig war sie in ihren Reden,
‎‏מעשה היה נעימה כל ימי׳ הלכה‏‎ 5 ihr Werk war wohlgetan, all ihre Tage ging sie
‎‏בדרך ישרה מצות ה׳ שמר׳‏‎ auf geradem Wege, die Gebote des Ewigen wahrte sie
‎‏בכל נפשה ׃ ריזכה בת‏‎ von ganzer Seele, Rösche, Tochter des
‎‏הדיין המפורסם מהור״ר‏‎ weitbekannten Rabbinatsassessors, unseres Lehrers, des Meisters, Herrn
‎‏בענדיט אשת הרב׳ מהור״ר‏‎ Bendit, Gattin des Vorsitzenden des Gerichts, unseres Lehrers, des Meisters, Herrn
‎‏ישעי׳ נפטר׳ ונקבר׳ ביום‏‎ 10 Jeschajahu, verschieden und begraben am
‎‏עש״ק יו״ד אדר ראשון‏‎ Rüsttag des heiligen Schabbat, Zehnter des ersten Adar
‎‏תקל״ה לפ״ק‏‎ 535 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 1: Gen 23,1  Zl 3f: Spr 31,18

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Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Freitag, 10.02.1775 ;


Duckesz erwähnt sie (jedoch nicht namentlich) als Tochter des R. Baruch Bendit Manes und Gattin des Jeschajahu Jaffe.
Sara war sehr wahrscheinlich der zweite, biblische Name der Verstorbenen, der aber nur in der ersten Zeile im Schriftzitat erwähnt auf einem geschwungenen Band im Giebel angebracht ist.
Zl 2: Anspielung auf den Namen, denn Röschen, "Schoschana", wörtlich zwar "Lilie", ist stets mit Rose gleichgesetzt.
Zl 3: Abigail, die als "von guter Einsicht und schön von Gestalt" beschrieben wird, hinderte durch ihre Gutherzigkeit und Freigebigkeit David daran, Blutrache an ihrem niederträchtigen Mann Nabal für vorenthaltenen Lohn für gewährten Schutz zu üben, und wurde nach dessen Tod die Frau Davids (1 Samuel 25). In ihrer Rede an David spricht sie unter anderem die Worte "So möge das Leben meines Herrn eingebunden sein in das Bündel des Lebens bei dem Ewigen, deinem Gott" (1 Samuel 25,29), denen der Segenswunsch nachempfunden ist, der spätestens seit dem Mittelalter unter fast jeder hebräischen Grabinschrift nicht nur in Deutschland zu finden ist.

Abkürzung Zl 9: Auflösung der Abkürzung ‎‏רב׳‏‎ d.i.‎‏רב״ד‏‎, mit Vorsitzender des Gerichts nach den Angaben von Duckesz zum Ehegatten.

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Stilmittel


Reim auf -a in Zln 1-7 (außer Zl 3).

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Beschreibung


Lage Planquadrate FF
Schrift erhaben
Symbol Namenssymbol: Rose; geknickte Blume
Ornament florale Verzierung; gestalterische Verzierung
Zustand 2006 non in situ, liegend; Verwitterung leicht; Beschädigung schwer;

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Denkmalpflegerische Maßnahmen

2012: 1. Liegendes Grabmal, mehrfach gebrochen: verankert, geklebt und standsicher aufgestellt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2802, N 2984


shha (JG 73), S. 331, Nr. 12; die betagte Rösche, Tochter des Rabbinatsassessors Bendit, Sohn des Man, Gattin des Vorstehers und Vorsitzenden des Gerichts, Jeschajahu Breslau gestorben in Altona, beigelegt links von ihrem Gatten (Nr. hha-1703, N 2983).
Duckesz, Chachme AHW, S. 48 (H) und 17 (D)
Grunwald, S. 265, Nr. 2100

Fotografien

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Bert Sommer

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2004-08-23
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition - Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1702
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1702
(last modified - 2015-01-29 04:51)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

An dieser Stelle sollen ausgehend von der obigen Inschrift Einstiege/Ausstiege in den epigraphischen Gesamtbestand (30469 Inschriften) angeboten werden.

Inschriften des Jahres 1775

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

 

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letztes update: 2015-07-21
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