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Hamburg-Altona, Königstraße 6023 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1578
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1578: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1578

Name

Täubche bat David Reindorf [21.01.1709]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏יונתי‏‎ ›Mein Täubchen
‎‏בחגוי הסלע ׃‏‎ in des Felsensrissen,‹,
‎‏שופרה ארעא‏‎ ›eine Schönheit, von der Erde
‎‏בלע ׃ הילדה טייבכי‏‎ verschlungen‹, das Kind Täubche
‎‏בת הר״ר דוד ריינדור‏‎ 5 Tochter des Meisters, Herrn David Reindorf,
‎‏ף ש׳ נפטרה יו׳ א׳‏‎ er möge leben, verschieden Tag 1
‎‏ונקברה יום ב׳ יו״ד‏‎ und begraben Tag 2, zehnter
‎‏שבט תס״ט לפ״ק‏‎ Schwat 469 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה ‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 1f: Hld 2,14  Zl 3f: bBer 5b und Jes 25,8

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Montag, 21.01.1709 ;
Auffallend ist die Einleitung, die sich der beiden Gegensatzpaare Höhe-Tiefe und Leben-Tod bedient. Es erscheinen hier zwei verschiedene Bilder (Zitate aus Bibel bzw. Talmud) in einem Gegensatz: einerseits die Taube in den hohen Felsenrissen und das damit assoziierte Gefühl von unbeschwerter, spielerischer Freiheit als Ausdruck des Lebens (in besonderer Weise zutreffend bei einem Kind), und andererseits die Erde mit ihren alles verschlingenden Tiefen als Sinnbild für den Tod. Der abrupte Übergang der beiden Bilder ineinander macht den außergewöhnlich schmerzhaften, da viel zu frühen Verlust in besonderer Weise spürbar. Die histor. Aufnahme zeigt das Grabmal noch als ganzes.
Zln 1/2: Der Hohelied-Vers drückt Liebe und Sehnsucht zu der noch als Kind verstorbenen Tochter aus, ein Vers, der auch wegen der Anspielung auf den Namen gewählt wurde.
Zln 5/6: Der Name ist zeilenübergreifend geschrieben.

Stilmittel

Reim auf -ela in Zln 2,4.

Beschreibung

Lage Planquadrate EQ
Schrift vertieft
Zustand 2006 unterer Teil in situ, oberer liegend; Verwitterung leicht; Beschädigung mittel;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Liegendes Grabmal, einfach gebrochen: verankert, geklebt und standsicher aufgestellt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4669, S 1241
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 289, Nr. 3540

Fotografien

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Bert Sommer

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2003-09-14
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Dan Bondy

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2017

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1578
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1578
(letzte Änderungen - 2013-03-06 17:26)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1709

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Steinheim-Institut
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