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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1570
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1570: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1570

Name


Schlomo-Salman ben Elkana [06.06.1700]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏[ציון]‏‎ Dieses Zeichen
‎‏זה לנער מחונך נהג דרך ׃‏‎ für einen Knaben, der sich gesittet auf dem Weg hielt,
‎‏משורר וקסת סופר בירך ׃‏‎ der den Dichter segnete ›und das Werkzeug des Schreibers‹.
‎‏הלכת תנא וקרא זרע ברך ׃‏‎ Du gingest, lernend und lesend, ›gesegneter Same‹.
‎‏בשנים עשר שנה פנה דרך ׃‏‎ 5 Im zwölften Jahr wandte er sich des Weges,
‎‏ש׳ זלמן ב״ה אלקנה ילד הרך ׃‏‎ Schlomo-Salman, Sohn des Herrn Elkana, das zarte Kind,
‎‏נ׳ ונקבר יו׳ ד׳ ר״ח תמוז ת״ס ל״ק‏‎ verschieden und begraben am Tag 4, Neumond Tammus 460 nach kleiner Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 3: nach Ez 9,2.3,  Zl 4: Jes 61,9

Kommentar

Datierung Gestorben Donnerstag, 06.06.1700 ; begraben 0 T.; leichte Unstimmigkeit, der (erste) Neumondstag Tammus fiel auf Donnerstag und nicht auf Mittwoch.
Der Schuljunge: Das Gedicht besteht in einer Anrede des Vaters an den verstorbenen Sohn, wobei das Wort "Dichter" (meschorer) hier die Identität von Autor und Sprecher belegt. Die Zl. 3-4 sind das entscheidende Indiz für die Zuschreibung des großen Altonaer Zyklus der Namensgedichte an Salmans Vater, Elkana bar Pessach, der den erfolgreichen Eifer des Jungen beim Lernen von Tora und Mischna als einen Segen empfand, der ihm seine eigenen intellektuellen Leistungen als Schreiber und Schriftsteller ermöglichte.
Zl 2: ‎‏מחונך‏‎ hier mit der Bedeutung geübt, erfahren, wie bei Raschi zu 2Sam 21,16, und nicht entsprechend des heute gängigen: "erzogen".
Zl 4a: Gemeint ist die Schrift lesen und die Mischna lernen.

Stilmittel

Verseulogie: fünfzeiliges Namensgedicht mit durchlaufendem Reim und Akrostichon; vierhebige Verse
Reim auf -rech/-rach in Zln 2-6.
Akrostichon in Zeile 2: ‎‏זלמן‏‎ Salman

Beschreibung

Lage Planquadrate EP
Schrift vertieft
Zustand 2006 in situ; Beschädigung mittel;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Zu tief im Erdreich stehendes Grabmal hochgezogen, standsicher versetzt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 1013, S 1190 (Elkan Salomon, im 12. Jahre verstorben und befähigter Schreiber und Sänger)
shha (JG 73): -
Duckesz, Chachme AHW, S. 13, Nr. 16 (H) und S. 5 (D)
Grunwald, S. 242, Nr.767; im 12. Jahre verstorben und tüchtiger Schreiber und Sänger

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 135

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2003-09-14
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1570
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1570
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-1570
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