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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1550
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1550: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1550

Name


Telzchen bat Mordechai ⚭ Meir [31.12.1704]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏על זו נאמר‏‎ Über diese wird gesagt:
‎‏טעמה כי טוב סחרה ׃‏‎ ›Sie spürte, dass gut war ihr Erwerb‹,
‎‏עד זקנה היא בחרה ׃‏‎ ›bis ins Greisenalter‹ beschloss sie,
‎‏לספק במועט מוכן ׃‏‎ mit dem wenigen Verfügbaren auszukommen,
‎‏צנועה בית מגורה ׃‏‎ 5 züchtig war sie ›(in dem) Haus, in dem sie wohnte‹,
‎‏כלו שנתיה בטהרה ׃‏‎ ihre Jahre, sie endeten in Reinheit,
‎‏הישישה מ׳ טעלצכן ׃‏‎ die Greisin, Frau Telzchen,
‎‏בת הישיש כ׳ מרדכי ז״ל אשת‏‎ Tochter des Greises, des geehrten Mordechai, sein Andenken zum Segen, Gattin
‎‏הר״ר מאיר ז״ל נפטרה יו׳ ד׳ ד׳‏‎ des Meisters, Herrn Meir, sein Andenken zum Segen, verschieden Tag 4, 4.
‎‏טבת ונקברה יו׳ ה׳ ה׳ בו ש׳‏‎ 10 Tewet, und begraben Tag 5, 5. desselben (Monats), des Jahres
‎‏תס״ה לפ״ק תנצב״ה‏‎ 465 der kleinen Zählung. Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: Spr 31,18  Zl 3: Ps 71,18  Zl 5: nach Ps 119,54

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 31.12.1704 ; begraben am nächsten Tag
Die Witwe in ihrem Kaufladen: Die Witwe Telzchen entschied sich, eine genügsame, aber selbständige Existenz als Kleinhändlerin zu führen, und lehnte es ab, durch Wiederverheiratung zu größerem Wohlstand zu gelangen. Das Für und Wider ihrer persönlichen Lebensgestaltung ist für den Dichter, wie wohl schon zu Lebzeiten für Telzchens Nachbarn, Gegenstand öffentlicher Erörterung. Dass Telzchens Unabhängigkeit auch einen gewissen Argwohn nährte, verrät der hebräische Dichter mit seiner doppelten Beglaubigung ihrer Züchtigkeit und (sittlichen) Reinheit, die dem Witwenstand zugleich eine religiös-asketische Dimension verleiht.

Stilmittel

Verseulogie: sechszeiliges Namensgedicht mit Reim aabaab und Akrostichon; dreihebige Verse
Reim auf -charah und -rah in Zln 2-6.
Akrostichon in Zeilen 2-7: ‎‏טעלצכה‏‎ Telzche

Beschreibung

Lage Planquadrate EP
Schrift vertieft
Zustand 2006 in situ;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Zu tief im Erdreich stehendes Grabmal hochgezogen, standsicher versetzt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 3796, S 1249; 4. Tewet 468 (28.12.1707)
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 278, Nr. 2881; 4. Tewet 468

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 117

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2003-09-14
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1550
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1550
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

 

Steinheim-Institut
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