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Hamburg-Altona, Königstraße 6021 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1478
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1478: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1478
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Name

Jehuda Löb ben Chajim Hamel(n) SeGaL [23.07.1701]          

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Edition und Übersetzung

‎‏אריה‏‎ Löwe,
‎‏לביא והוא מדבי עילאי ׃‏‎ ›Leu, aus dem Hause der Höchsten‹,
‎‏יצא על טרפו ולא ישתעי ׃‏‎ ›unerschrocken‹ ›zog er aus zum Raubzug‹,
‎‏בר לבב רחמנא ליבא בעי ׃‏‎ sein Herz so rein, den Barmherzigen ›verlangte es nach (Jehudas) Herzen,‹
‎‏ראשיתו ישגא מנו׳ נשעי ׃‏‎ 5 zu Beginn machte er Fehler, doch daraus wurde ihm geholfen,
‎‏והכי קתני לא נכר שועי ׃‏‎ und diesbezüglich wurde gelehrt: Wird nicht der Edle ausgezeichnet?
‎‏ה״ה האלוף הר״ר יהודא ליב‏‎ Es ist der Vornehme, der Meister, Herr Jehuda Löb,
‎‏ב׳ האלוף הר״ר חיים האמל‏‎ Sohn des Vornehmen, des Meisters, Herrn, Chajim Hamel(n)
‎‏סג״ל ז״ל נפטר ונקבר יום‏‎ SeGaL, sein Andenken zum Segen, verschieden und begraben Tag
‎‏א׳ י״ז תמוז תס״א לפ״ק‏‎ 10 1, 17. Tammus 461 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2: bChul 59b  Zl 3: Nach Jes 41,10 | Zl 3: Jes 31,4  Zl 4: bSan 106b

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Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Sonntag, 23.07.1701 ;
Zum Datum: Jehuda starb am Sonntag, den 18. Tammus, als Sterbedatum angegeben ist jedoch der Fastentag 17. Tammus. Da aber dieser Fastentag in jenem Jahr auf Schabbat fiel, ein Schabbat aber einen Fastentag (außer Jom Kippur) verschiebt, wurde der Fastentag am Sonntag, dem Todestag begangen.
Zln 1 u. 2: Anspielung auf den Namen.
Zl 3b: In der hier gemeinten Bedeutung und nicht, wie häufiger, "reden, erzählen.
Zl 4: in Anlehnung an 1Sam 16,7, wo es heißt:"... der Ewige sieht nach dem Herzen"; gemeint ist, daß seine guten Vorhaben und Taten aus vollster Überzeugung geschahen, "aus tiefem Herzen" kamen, wie es der Ewige will. Damit erfüllte Jehuda die Idealvorstellungen, handelte nach den religiös-ethischen Maßstäben. Hinzu kommt eine indirekte Anspielung auf den Namen, denn der große Gelehrte und Gerechte, von dem der Talmud dies sagt, hieß ebenfalls Jehuda.

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Stilmittel

Reim auf -ai in Zln 2-6 (den Namen einschließend).
Akrostichon in Zeilen 2-4: ‎‏ליב‏‎ Löb

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Beschreibung

Lage Planquadrate EN
Schrift vertieft
Symbol Levitenkanne
Zustand 2006 in situ; Beschädigung mittel;

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Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Zu tief im Erdreich stehendes Grabmal hochgezogen, standsicher versetzt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 1798, S 1221
shha (JG 73): -
Duckesz, Chachme AHW, S. 7, Nr. 8 (H)
Grunwald, S. 256, Nr. 1547

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 239

Fotografien

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Bert Sommer

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2001-10-14
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1478
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1478
(last modified - 2015-07-21 22:38)

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