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Hamburg-Altona, Königstraße 6023 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1468
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1468: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1468

Name

Israel ben Jona [16.08.1710]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש אשר בחצי‏‎ ein Mann, der ›in der Hälfte
‎‏ימיו עזב נטש ביתו ׃‏‎ seiner Tag wegging‹, sein Haus verließ,
‎‏שמע לעצה בשמועתו ׃‏‎ er hörte auf den Ruf, kaum dass er ihn vernahm.
‎‏רך מענה בעת וע[י{ו}]נה ׃‏‎ 5 Zart und leidend zur Zeit und Frist,
‎‏אשר בן כשמו בצרתו ׃‏‎ dem ein Sohn gleichen Namens, gleichen Elends
‎‏לו נולד אחרי מתו ׃‏‎ geboren ward nach seinem Tode,
‎‏גם ילד בשמו קבר בצדו ׃‏‎ auch ein Kind seines Namens begrub er neben sich,
‎‏כמר ישראל בר יונה ׃‏‎ der geehrte Herr Israel, Sohn des Jona,
‎‏נפטר יום ש״ק ך׳ מנחם‏‎ 10 verschieden am Tage des heiligen Schabbat, 20. Menachem,
‎‏ונקבר יו׳ ב׳ בו ת״ע לפ״ק‏‎ und begraben Tag 2 desselben, 470 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 2f: Jer 17,11

Kommentar

Datierung Gestorben Samstag, 16.08.1710 ; begraben am übernächsten Tag
Der früh verstorbene Familienvater: Die Kurzbiographie des kränklichen Jona beschreibt sein Leiden als eine Familienbürde, die er an seine Hinterbliebenen und insbesondere an seinen postum geborenen Sohn, der kurz darauf ebenfalls starb, weitergab. Allein durch Israel ben Jonas bereitwilligen amor fati erhält das geteilte Elend eine religiöse Dimension.

Stilmittel

Verseulogie: siebenzeiliges Namensgedicht mit Reim aabaaab ohne Akrostichon; dreihebige Verse
Reim auf -t(d)o und -onah in Zln 3-9 (den Vatersnamen einschließend).
Akrostichon in Zeilen 3-7: ‎‏ישראל‏‎ Israel

Beschreibung

Lage Planquadrate EN
Schrift vertieft
Zustand 2006 in situ; Beschädigung leicht;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Zu tief im Erdreich stehendes Grabmal hochgezogen, standsicher versetzt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 2888, S 1267
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 266, Nr. 2139

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 123

Fotografien

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Bert Sommer

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2001-10-17
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1468
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1468
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

Recherche im Gesamtbestand - Kontextualisierungen

Inschriften des Jahres 1710

Orte jüdischer Geschichte im Umfeld des Friedhofs

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Steinheim-Institut
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