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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1456
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1456: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1456

Name


Mirjam bat Awraham Müller ⚭ Falk [21.10.1707]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אשה אשר‏‎ eine Frau, die
‎‏מימיה הנה באהל שבתה ׃‏‎ ihr Lebtag immer im Zelte saß,
‎‏רק צופיה הליכת ביתה ׃‏‎ ›nur über den Wandel ihres Hauses wachend‹,
‎‏ידה בכשור אכלה פרים ׃‏‎ 5 ›ihre Hand am Rocken‹, ›aß sie deren Frucht‹.
‎‏מדה טבה אשר לה יאתה ׃‏‎ Eine Tugend, die ihr angemessen,
‎‏עד מות׳ החזיקה תמתה ׃‏‎ hielt bis zum Tode sie fest, ihre Lauterkeit:
‎‏ה״ה הצנועה מרת מרים ׃‏‎ Das ist die Züchtige, Frau Mirjam.
‎‏בת האלוף כ׳ אברהם מילר‏‎ Tochter des Vornehmen, des geehrten Awraham Müller,
‎‏ז״ל אשת כ׳ פלק ש׳ נפטרה‏‎ 10 sein Andenken zum Segen, Gattin des geehrten Falk, er möge leben, verschieden
‎‏ונקברה יו׳ ו׳ ך״ה תשרי‏‎ und begraben Tag 6, 25. Tischri
‎‏תס״ח לפ״ק‏‎ 468 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 4: Spr 31,27  Zl 5: Spr 31,19 | Zl 5: Spr 31,31

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Freitag, 21.10.1707 ;
Die Heimarbeiterin: Indem sie in ihrer eigenen Wohnung der Arbeit am Spinnrad nachging, verkörpert Mirjam Falk in den Augen des Dichters das komplexe jüdisch-traditionelle Weiblichkeitsideal: bei aller züchtigen Zurückgezogenheit ist sie zugleich die produktiv im Wirtschaftsleben stehende Herrin von Haus und Familie.

Stilmittel

Verseulogie: sechszeiliges Namensgedicht mit Reim aabaab und Akrostichon; vierhebige Verse
Reim auf -tah und -irjam in Zln 3-8 (den Namen einschließend).
Akrostichon in Zeilen 3-6: ‎‏מרים‏‎ Mirjam

Beschreibung

Lage Planquadrate EO
Schrift erhaben
Ornament florale Verzierung, insbesondere Kranz
Zustand 2006 in situ;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 1192, S 1316
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 244, Nr. 873

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 126

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2001-10-12
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1456
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1456
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

 

Steinheim-Institut
http://www.steinheim-institut.de:80/cgi-bin/epidat?id=hha-1456
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