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Hamburg-Altona, Königstraße 6023 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1445
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1445: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1445

Name

Goldche bat Gumpel Neumark [27.02.1711]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏בתולה‏‎ eine Jungfrau,
‎‏גדלה והצליחה עת חופתה ׃‏‎ sie wuchs auf und gelangte zur Zeit ihrer Vermählung,
‎‏אשר יאמרו לה אין כמותה ׃‏‎ und man wird von ihr sagen: keine war wie sie.
‎‏לה הזהב והכסף ומרי דכי ׃‏‎ 5 Sie hatte das Gold und das Silber ›die edelsten Myrrhen‹,
‎‏די מחסורה תת נדוניתה ׃‏‎ genug gespart zu ihrer Mitgift.
‎‏כדרך אבתיה הלכה יצאתה ׃‏‎ Da ging sie hinaus, auf dem Wege ihrer Väter:
‎‏יד ושם לה בתולה גאלדכי ׃‏‎ ein Gedächtnismal sei ihr, der Jungfrau Goldche,
‎‏בת האלוף כ׳ גומפיל ניימרק‏‎ Tochter des Vornehmen, des geehrten Gumpel Neumark,
‎‏ז״ל נפטרה ליל ש״ק ונקברה‏‎ 10 sein Andenken zum Segen, verschieden in der Nacht des heiligen Schabbat und begraben
‎‏יום א׳ יו״ד אדר תע״א לפ״ק‏‎ Tag 1, Zehnter Adar 471 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה ‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 5: bMeg 10b

Kommentar

Datierung Gestorben Freitagnacht, 27.02.1711 ; begraben am übernächsten Tag; (Freitag war der 8. Adar)
Das sparsame Mädchen. Im Gegensatz zur gleichaltrigen Bella Schwerin (Nr. hha-1511) wird Goldche Neumarks Tod kurz vor dem Brautstand nicht über ihre körperliche Entwicklung zu Reife und Schönheit, sondern mit Hinblick auf den ökonomischen Lebenszyklus junger Frauen datiert. Sie hatte ihre Mitgift soeben mühevoll angespart, als ihr frühzeitiger Tod sie kurz vor ihrer Verlobung ereilte. Wahrscheinlich hat sich der Dichter zu seiner unterschiedlichen Akzentsetzung auch durch Bellas und Goldches jeweilige Namen anregen lassen.
Zl 5: Anspielung auf den Namen

Stilmittel

Verseulogie: sechszeiliges Namensgedicht mit Reim aabaab und Akrostichon; dreihebige Verse aus acht Vollsilben
Reim auf -tah und -che in Zln 3-8 (den Namen einschließend).
Akrostichon in Zeilen 3-8: ‎‏גאלדכי‏‎ Goldche

Beschreibung

Lage Planquadrate EN
Schrift vertieft
Ornament florale Verzierung, insbesondere Kranz
Zustand 2006 in situ; Beschädigung leicht;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4274, S 1324
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 284, Nr. 3221

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 132

Fotografien

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Bert Sommer

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2001-10-12
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1445
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1445
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

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Steinheim-Institut
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