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Hamburg-Altona, Königstraße 6023 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1436
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1436: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1436

Name

Bella bat Baruch Bendit SeGaL ⚭ Jokew Gratwohl [04.09.1707]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ אשה‏‎ Hier ist geborgen eine Frau
‎‏בת בטוחה ׃ רוב שבחה ׃‏‎ eine verlässliche Tochter, voll des Lobes,
‎‏ידע שיחה ׃ הדר פעלה ׃‏‎ der Redekenntnis, ›prächtiger Tat‹.
‎‏לשם גוחה ׃ פלל צוחה ׃‏‎ Hinfort wurde sie gerissen, flehender Schreie,
‎‏הכן רוחה ׃ בת תפילה ׃‏‎ 5 ›bereit war ihr Geist‹, eine Tochter des Gebets.
‎‏נרד ריחה ׃ בכ״ה לקחה ׃‏‎ ›Narde ihres Wohlgeruchs‹, 25jährig nahm Er sie,
‎‏נפשה נחה ׃ מרת בילה ׃‏‎ ihre Seele ruht: Frau Bella,
‎‏בת האלוף ומנהיג הר״ר בר[וך]‏‎ Tochter des Vornehmen und Leiters, des Meisters, Herrn Baruch
‎‏בענדיט סג״ל אשת הר״ר‏‎ Bendit SeGaL, Gattin des Meisters, Herrn
‎‏יאקב גראטוואל נפטרה‏‎ 10 Jokew Gratwohl, verschieden
‎‏יום ש״ק ז׳ אלול ונקברה יו׳‏‎ Tag des heiligen Schabbat, 7. Elul, und begraben Tag
‎‏א׳ ח׳ בו שנת תס״ז לפ״ק‏‎ 1, 8. desselben (Monats), des Jahres 467 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 3: Ps 111,3  Zl 5: nach Ps 51,12  Zl 6: nach Hld 1,12

Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag, 04.09.1707 ; begraben am nächsten Tag; Datum unstimmig: Der 7. Elul fiel auf Sonntag, laut Inschrift auf Samstag.
Die junge Ehefrau: In der Tradition der frühneuzeitlichen ars moriendi verwendet der Dichter drei seiner sechs Verse auf die Beschreibung der zugleich emotionalen, bewussten und liturgischen Auseinandersetzung Bellas mit ihrer Krankheit und ihrem Sterben.

Stilmittel

Verseulogie: Namensgedicht in zwölf Hemistichen mit Reim aa/ab/aa/ab/aa/ab und Akrostichon; zweiwortige Hemistichen
Reim auf -chah in Zln 2-7 und -lah in Zln 3, 5, 7.
Akrostichon in Zeilen 2-5: ‎‏בילה‏‎ Bella

Beschreibung

Lage Planquadrate EN
Schrift erhaben
Zustand 2006 in situ; Verwitterung mittel;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Zu tief im Erdreich stehendes Grabmal hochgezogen, standsicher versetzt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 1717, S 1332; 7. Elul 467 (26.08.1707 sic!)
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 251, Nr. 1300

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 118

Fotografien

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Bert Sommer

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2003-09-14
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1436
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1436
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

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Steinheim-Institut
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