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Hamburg-Altona, Königstraße 6022 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1397
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1397: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1397

Name

Akiwa Israel ben Awigdor [20.05.1835]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏אדמ״ו הגאון הגדול המפורסם‏‎ unser Herr und unser Lehrer, der große, weitbekannte, überragende Gelehrte,
‎‏פאר הדור החסיד האמתי כש״ת‏‎ Pracht der Generation, der wahrhaft Fromme, sein ehrenvoller, ruhmreicher Name (lautet)
‎‏מהור״ר עקיבא ישראל בן מה״ו‏‎ unser Lehrer, der Meister, Herr Akiwa Israel, Sohn des Meisters, Herrn
‎‏אביגדור זצלה״ה אב״ד דק״ק אלטונא‏‎ 5 Awigdor, das Andenken des Gerechten sei zum Leben in der künftigen Welt, Vorsitzender der Gerichtsbarkeit in der heiligen Gemeinde Altona
‎‏והמדינה יע״א‏‎ und der Landjudenschaft, Gott möge sie beschützen,
‎‏והוא שפט את עדתו עשרים שנה‏‎ und er richtete seine Gemeinde zwanzig Jahre lang,
‎‏ולפנים היה אב״ד בק״ק מאיסלינג‏‎ und zuvor war er Vorsitzender der Gerichtsbarkeit in der heiligen Gemeinde Moisling
‎‏וליבעק, וכבר הורה הוראה עודנו‏‎ und Lübeck, und er unterrichtete bereits, als er noch
‎‏צעיר לימי׳, ענות צדק היה לו סגולה‏‎ 10 jung an Jahren war, die Demut der Gerechtigkeit war ihm eigen,
‎‏אך שלו׳ ואמת כל מגמתו דורש טוב‏‎ nur Frieden und Wahrheit galt all sein Streben, er förderte das Wohl
‎‏ודובר שלו׳ לכל עמו‏‎ und redete zum Wohle seines ganzen Volkes,
‎‏נפטר בש״ט ביום ד׳ כ״א אייר, הוא היו׳‏‎ verschieden mit gutem Namen am Tag 4, 21. Ijar, jener Tag,
‎‏נהפך לאבל כבד, ונקבר למחרתו‏‎ der verwandelt wurde zu schwerer Trauer, und er wurde begraben am folgenden Tag,
‎‏יום ה׳ כ״ב בו תקצ״ח לפ״ק‏‎ 15 Tag 5, 22. desselben, 598 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben Mittwoch, 20.05.1835 ; begraben am nächsten Tag
Von 1823 bis 1835 wirkte Akiba Wertheimer in Altona als Oberrabbiner. Weil er 1778 in Breslau geboren war, wurde er auch Akiba Breslauer genannt. Seine Familie stammte aus dem preußischen Teilungsgebiet von Polen; und er selbst war Schüler der bedeutendsten Talmudakademie dort, der des Akiba Eger in Märkisch-Friedland. 1805, noch in jungen Jahren, erhielt er eine Gelehrtenstelle an der Klaus in Altona. Während der napoleonischen Emanzipationszeit übernahm er 1806-1816 das Rabbinat der Hansestadt Lübeck, musste die Stadt aber zur Zeit der Restauration wieder verlassen und kehrte in seine Altonaer Klausstelle zurück. Nach dem Tod Mendel Frankfurters ging dessen Amt auf ihn über, wie dieser amtierte er unentgeltlich, da er seinen Lebensunterhalt aus der Stiftung bezog.
Die histor. Aufnahme zeigt das Grabmal noch vollständig und in situ.
Zl 10b: Vgl. Ex 19,5.
Zl 11b-12: Vgl. Est 10,3.
Zl 13a: bBer 17a.
Zl 13b-14a: Vgl. 2 Sam 19,3 und Klgl 5,15.

Beschreibung

Lage Planquadrate EN
Schrift erhaben
Ornament florale Verzierung, insbesondere Kranz; gestalterische Verzierung
Zustand 2006 non in situ, liegend, zerbrochen; Verwitterung stark; Beschädigung schwer;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Liegendes Grabmal, mehrfach gebrochen: verankert, geklebt und standsicher aufsgestellt; 2. Antragung mit Restaurierungsmörtel aus restauratorischen Gründen; 3. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 5792, S 1423
sha (JG 75), S. 79, Nr. 1; R. Akiwa S. Awigdor, beigelegt rechts von R. Schlomo Samter (Nr. hha-1396, S 1424). Deutsch: Eckiva Victor Wertheimer und früher Ober Rabiner des hiesigen israelitischen Gerichts zu Altona und der Herzogthuemer Schleswig und Holstein;
Duckesz, Iwoh Lemoschaw, S. 102-107 (H) und XXIX (D)
Grunwald, S. 304, Nr. 4378

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 353

Wittkower, J.S.: Agudat perachim, Altona: 1880, S. 298, Nr. 28: (Inschrift abgedruckt)

Fotografien

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Bert Sommer

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2001-10-05
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Schmalstieg, Denkmalpflegerische Massnahme

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2010-2012

Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1397
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1397
(last modified - 2015-07-21 22:38)

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Steinheim-Institut
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