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Hamburg-Altona, Königstraße 6022 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1333
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1333: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1333

Name

Schimschon ben Jaakow Schmuel Warburg [23.10.1711]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ‏‎ Hier ist begraben
‎‏איש אשר‏‎ ein Mann dessen
‎‏שמו הטוב יפה בנעלים‏‎ ›guter Name‹ schön ist bei den Vornehmen,
‎‏משכים הלך לבקר חלים‏‎ früh aufsteht, um Kranke zu besuchen,
‎‏שנס מפני האש בכבשון‏‎ 5 geflohen ist er vom Feuer im Glutofen,
‎‏וכי ירא מפני הגחלים ׃‏‎ denn er hatte Furcht vor glühenden Kohlen,
‎‏נבעת והיה מן העולם‏‎ er erschrak und war weg aus der Welt,
‎‏האלוף הנעלה כ׳ שמשון‏‎ der vornehme, erhabene, geehrte Schimschon,
‎‏בן החבר יעקב שמואל ורברוג (!)‏‎ Sohn des toragelehrten Jaakow Schmuel Warburg,
‎‏נפטר ונקבר יום ג׳ ך״א‏‎ 10 verschieden und begraben Tag 3, 21.
‎‏חשון תע״ב לפ״ק‏‎ Cheschvan 472 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 3: bBer 17a

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Dienstag, 23.10.1711 ;
Zl 7: ‎‏נבעת‏‎, erschrocken, kommt in der Bibel nur zweimal vor: Est 7,6 (Hamman vor Achaschwerosch und Ester, als ihm seine für ihn Lebensbedrohlische Lage bewußt wurde) und 1Chr 1,21 (David vor dem Schwert des Engels Gottes, das ihn davor abhielt Gott zu befragen, nachdem er, entgegen Gottes Befehl, eine Volkszählung durchführte, woraufhin eine Epidemie ausbrach). Diese, wie auch die wenigen Vorkommen des Wortes in Talmud und Midrasch, sind mit Todesangst verbunden.
Zl 9: Der Name Warburg steht oberhalb des letzten Wortes der Zeile.

Stilmittel

Reim auf -lim und auf -schan/-schon in Zln 3-8 (den Namen einschließend).
Akrostichon in Zeilen 3-7: ‎‏שמשון‏‎ Schimschon

Beschreibung

Lage Planquadrate EM
Schrift vertieft
Zustand 2006 in situ; Beschädigung schwer; der Stein ist in zwei Teile zerbrochen;

Denkmalpflegerische Maßnahmen

2008/2009: 1. Liegendes Grabmal, einfach gebrochen: verankert, geklebt und standsicher aufgestellt; 2. Schonende Reinigung mit überhitztem Wasser (ausgeführt durch Schmalstieg GmbH, Burgwedel)

Zur Familie

Gattin I: Ester, Tochter von Aharon Jehuda Löb (hha-1534)
Gattin II: Hindle, Tochter von Jehuda Löb SeGaL (hha-1523)
Tochter: Dina Reizche (hha-2749)

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 5592, S 1385
shha (JG 73): -
Grunwald, S. 303, Nr. 4307, S. 342, 7 (Inschrift)

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 388

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2001-10-15
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto

Dan Bondy

heutiges Foto
2012
heutiges Foto
2012
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