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Hamburg-Altona, Königstraße 6022 inscriptions (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1322
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1322: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1322

Name

Mosche ben David Leudesdorf [25.12.1803]          

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏ציון קבורת‏‎ Grabzeichen
‎‏משה‏‎ des Mosche
‎‏אכה כף אל כף על מות ציר נאמן גובה קהילתינו‏‎ ›Ich schlage Hand in Hand‹ ob des Todes ›eines treuen Boten‹, Kassenverwalters unsrer Gemeinde -
‎‏וישכם משה בבקר שומרים לבוקר להתפלל תפלה למשה‏‎ ›Mosche machte sich auf am Morgen‹, ›Wächter auf den Morgen‹, und betete das Gebet des Mosche,
‎‏וילך משה מחיל אל חיל מבה״כ לבה״מ לשמוע תור׳ משה‏‎ 5 Mosche ging ›von Tucht zu Tucht‹, vom Gebetshaus zum Lehrhaus um die Lehre Mosches zu hören,
‎‏ומשה היה רועה את צאן ישראל כי רועה נאמן היה משה‏‎ Mosche war ein Hirte der Herde Israels, denn treuer Hirte war Mosche,
‎‏ומשה עלה אל האלהים ויספידו וכבוד עשו לו במשה‏‎ und ›Mosche stieg hinauf zu Gott‹, und er wurde betrauert, und ›man erwies ihm Ehre ‹, dem Mosche,
‎‏ה״ה איש תמים התורני גובה הקהלה כהר״ר משה‏‎ es ist der lautere Mann, der Toragelehrte, Kassenverwalter der Gemeinde, der geehrte Meister, Herr Mosche,
‎‏בן המנהיג [ה]קהילה כ״ה דוד ל״ד [ז]צ״ל יצאה [נ]שמת משה‏‎ Sohn des Leiters der Gemeinde, des geehrten Herrn David Leudesdorf, das Andenken des Gerechten zum Segen, und es ging fort die Seele von Mosche
‎‏בעשרה [ב]טבת ונקבר למחר[ת]ו יום ב׳ [.. ט] בת‏‎ 10 am Zehnten des Tewet, und er wurde begraben am Tag darauf, Tag 2, ... Tewet
‎‏שנת ת[ק]ס״ד‏‎ des Jahres 564
‎‏ישמ[ח מ]שה [(ב)]מ[(תנת ח)]לקו לפ״ק‏‎ ›Es Freue Sich Mosche Mit Dem Ihm Bescherten Anteil‹ (564) der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 3: nach Ez 21,19 | Zl 3: Spr 25,13  Zl 4: Ex 34,4 | Zl 4: nach Ps 130,6  Zl 5: Ps 84,8  Zl 7: Ex 19,3 | Zl 7: 2Chr 32,33  Zl 12: Beginn des mittleren Segens der Amida am Schabbat

Kommentar

Datierung Gestorben Sonntag, 25.12.1803 ; begraben am nächsten Tag
Zl 4: Wächter auf den Morgen" bezeichnet diejenigen, die im letzten Drittel der Nacht aufstehen, um die Zerstörung Jerusalems zu beklagen. Hier muß es aber eine Chewra sein, aber wofür genau?
Zl 5: Gemeint ist, daß er kontinuierlich sich steigerte, "von Erfolg zu Erfolg eilte", denn in der Synagoge wird gebetet, im Lehrhaus gelernt, d.h. die Forderung ist höher.
Zl 7a: Mose steigt den Berg Sinai hinauf, um die Zehn Gebote zu empfangen. Mit diesem Vers wird auf den ersten Vornamen angespielt.
Zl 7b: Dort: "man erwies ihm Ehre bei seinem Tode" (Hiskija), hier wurde das Wort "Tod" durch den gleich anlautenden Namen Mosche ersetzt.
Zl 12: Beginn des mittleren Segens ("Heiligkeit des Tages") der Amida am des Morgengebets Schabbat; welche Buchstaben markiert waren, läßt sich wegen des schlechten Zustands des Grabmals nicht mehr rekonstruieren.

Stilmittel

Reim auf -mosche in Zln 4-9.
Chronogramm in Zl 12 mit dem Zahlenwert 564.

Beschreibung

Lage Planquadrate EM
Schrift erhaben
Zustand 2006 in situ; Beschädigung mittel;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 3342, S 1402
shha (JG 73), S. 492, Nr. 4; der Kassenverwalter der Gemeinde, der geehrte Herr Mosche, Sohn des Vorstehers und Leiters, des geehrten Herrn David L(eudes)d(orf), gestorben in Altona, beigelegt rechts vom Vorsteher und Leiter Binjamin Kohen (Nr. hha-1253, S 1405), und dazwischen zwei reservierte Grabstellen, für seine Gattin und dessen Gattin.
Grunwald, S. 272, Nr. 2523

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 370

Fotografien

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Bert Sommer

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2001-10-12
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Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1322
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1322
(last modified - 2015-07-21 22:38)

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