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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-1297
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1297: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-1297

Name


Jehuda Löb ben Naftali [05.11.1704]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״נ הארי‏‎ Hier ist begraben der Leu,
‎‏יעשה שואל כענין הלכה ׃‏‎ der nach dem Gesetz fragt, dass er danach handle,
‎‏הלך דרך ישר רוח נמוכה ׃‏‎ er ging auf geradem Weg, ›mit bescheidenem Sinn‹,
‎‏ובעל תורה תנוק מלמדה ׃‏‎ torakundig, die Kleinkinder unterrichtend.
‎‏דין הוא רמזן עליה ככה ׃‏‎ 5 Auf das Rechtgemäße wies er hin, "so ist's!",
‎‏הוא אשר צוה אתנו ברכה ׃‏‎ er, der hinterließ uns den Segen,
‎‏ובזוהר רקיע הר״ר יהודה ׃‏‎ und ›(leuchtet) wie Glanz des Firmaments‹, der Meister, Herr Jehuda
‎‏ליב בר נפתלי ז״ל מווינא‏‎ Löb, Sohn des Naftali, sein Andenken zum Segen, aus Wien,
‎‏נפטר ונקבר יו׳ ג׳ ח׳ מרחשון‏‎ verschieden und begraben Tag 3, 8. Marcheschvan
‎‏תס״ח לפ״ק‏‎ 10 468 der kleinen Zählung.
‎‏תנצב״ה‏‎ Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

 

 Zl 3: Av 5,19  Zl 7: Dan 12,3

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Mittwoch, 05.11.1704 ;
Der Kinderlehrer: Wiederum liefert der Dichter mit geringen Mitteln ein lebendiges Porträt des gewissenhaften Jehuda, der nach seiner Vertreibung aus Wien seine Gelehrsamkeit dem Schulunterricht dienlich machte und von der Gemeinde als in seiner subalternen Position gewissenhafter, etwas pedantischer Wächter über das ritualgesetzliche Rechttun geschätzt war.
Zum Datum: Es ist nicht eindeutig zu entscheiden, ob die Buchstaben des Monatstages und Todesjahres ‎‏ה‏‎ oder ‎‏ח‏‎ sind. An keinem der möglichen Daten stimmen Wochen- und Monatstag überein: 5. Cheschvan 465 (Mittwoch, 2.11.1704), 8. Cheschvan 465 (Mittwoch, 5.11.1704), 5. Cheschvan 468 (Montag, 31.10.1707) und 8. Cheschvan 468 (Donnerstag, 3.11.1707). Wir entscheiden uns aufgrund der Gestaltung der Buchstaben für den 8. Cheschvan 465.

Stilmittel

Verseulogie: sechszeiliges Namensgedicht mit Reim aabaab und Akrostichon; vierhebige Verse
Reim auf -cha und -dah in Zln 2-7 (den Namen einschließend).
Akrostichon in Zeilen 2-6: ‎‏יהודה‏‎ Jehuda

Beschreibung

Lage Planquadrate EL
Schrift vertieft
Zustand 2006 in situ; Beschädigung leicht;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 4222, S 1294
shha (JG 73): -
Duckesz, Chachme AHW, S. 15, Nr. 18 (H) und S. 6 (D)
Grunwald, S. 282, Nr. 3111 (3. H 468)

Verborgene Pracht: Der jüdische Friedhof Hamburg-Altona – Aschkenasische Grabmale, Dresden: 2009, S. 128

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2001-10-16
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-1297
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-1297
(letzte Änderungen - 2015-07-21 22:38)

 

Steinheim-Institut
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