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Hamburg-Altona, Königstraße 6072 Inschriften (1621-1871)

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epidat - epigraphische Datenbank

ID hha-884
Lizenz Creative Commons Attribution-BY 4.0 International Licence [CC BY]
Zitation Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-884: http://steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?hha-884

Name


Lea Zerle bat Meir ⚭ Izek Busig [02.12.1783]                

Diplomatische Transkription und Übersetzung

‎‏פ״ט‏‎ Hier ist geborgen
‎‏ותרא לאה כי עמדה‏‎ und Lea sah, daß sie inne hielt,
‎‏צער עליה כי חמדה‏‎ Schmerz und Trauer um die, die voller Anmut war,
‎‏לה טוב ועתה הוי כי אבדה‏‎ gut war's ihr, und nun, wehe, denn sie ging verloren,
‎‏האשה החשובה מרת לאה‏‎ 5 die angesehene Frau, Frau Lea
‎‏צערלה ב׳ כ״ה מאיר ז״ל מבוירונגן‏‎ Zerle, Tochter des geehrten Herrn Meir, sein Andenken zum Segen, aus Beverungen,
‎‏אשת כ״ה איצק בוזיק נפטר׳ ונקב׳‏‎ Gattin des geehrten Herrn Izek Busig, verschieden und begraben
‎‏ביום ג׳ ז׳ כסליו באשרי כי‏‎ am Tag 3, 7. Kislev "Zu Meiner Seligkeit, Denn
‎‏אשרוני לפ״ק תנצב״ה‏‎ Selig Preisen Sie Mich" (544) der kleinen Zählung. Ihre Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens

Kommentar

Datierung Gestorben und begraben Dienstag, 02.12.1783 ;
Genesis 30, worauf zweimal Bezug genommen wird, gehört zum Wochenabschnitt "Und (Jakob) zog aus", der in eben der Woche in der Synagoge gelesen wurde, in der Lea Zerle starb. Es scheint, als würde nicht nur die Namensgleichheit die Verstorbene mit der Erzmutter verbinden, sondern auch das Nicht-gebären-können oder ein anderes Ereignis, das im Zusammenhang mit der Geburt steht. Aus dem shha geht übrigens hervor, dass sie nicht auf dem Feld für Wöchnerinnen begraben wurde.
Zl 2: Gen 30,9; von der Erzmutter gesagt, mit er Fortsetzung: "zu gebären". Anspielung auf den Namen und womöglich auf ein ähnliches Schicksal wie das der Lea.
Zl 6: Mit ‎‏בוירונגן‏‎ ist Beverungen im Kreis Höxter gemeint und nicht "Bauriger" wie shha und Grunwald schreiben.
Zl 8b/9a: Gen 30,13; wiederum eine Anspielung auf den Namen, denn diese Worte sagte die Erzmutter, als ihre Magd dem Erzvater Jacob den Sohn Ascher gebar.

Stilmittel

Reim auf -dah in Zln 2-4.
Chronogramm in Zl 8/9, die Addition der markierten Buchstaben ergibt das Todesjahr 544.
Akrostichon in Zeilen 2-4: ‎‏לאה צערלה‏‎ Lea Zerle

Beschreibung

Lage Planquadrate EF
Schrift erhaben
Zustand 2006 non in situ;

Quellen / Sekundärliteratur

Grabbuch 528, O 1549 (Busik Lea Zerle Frau Isaac geb. Meier Bauringer (!), gest. 7. Kislev 543 - statt 544)
shha (JG 73), S. 383, Nr. 9; die Frau, Gattin von Izek Busik, beigelegt links von Pesche, Gattin von Löb Apterode (O 1547).
Grunwald, S. 235, Nr. 380; Busik Lea Zirle Fr. Is. gb. Meir Bauringer (!), gest. 7. Kislev 543 (statt 544)

Fotografien

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Bert Sommer

heutiges Foto
2001-09-23
recto

Historische Aufnahmen [Mikrofilme] © Staatsarchiv Hamburg, Bestand 741-4 Fotoarchiv, Signatur P 2333

heutiges Foto
1942-1944
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Zitation der Inschrift

Digitale Edition ─ Jüdischer Friedhof Hamburg-Altona, Königstraße, hha-884
URL: http://www.steinheim-institut.de/cgi-bin/epidat?id=hha-884
(letzte Änderungen - 2015-10-19 06:30)

 

Steinheim-Institut
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